Weiterbildung in der Elternzeit: beruflich am Ball bleiben

Die erste Zeit mit dem eigenen Kind ist für Eltern abwechslungsreich, spannend und neu. Trotz aller Herausforderungen und neuen Familienaufgaben kann der Wunsch aufkeimen, sich auch intellektuell herauszufordern. Wer aber wöchentlich mehr als 30 Stunden arbeitet, gefährdet seinen Anspruch auf Elternzeit.

Eine Weiterbildung in der Elternzeit kann daher eine gute Alternative sein. Vielen Eltern ist aber unklar, wie sich hierbei die rechtlichen Rahmenbedingungen gestalten. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, wenn Sie eine Fortbildung während der Elternzeit besuchen möchten.


Darf man in der Elternzeit eine Fortbildung machen?

Grundsätzlich gibt es keine Regel, die eine Weiterbildung in der Elternzeit verbieten würde. Auch der Umfang und die Dauer der jeweiligen Maßnahme ist nicht entscheidend. Denn für eine Fortbildung während der Elternzeit gilt nicht die Arbeitszeit-Obergrenze. Für Aus- und Weiterbildung lässt der Gesetzgeber einigen Spielraum. Dieser kann durch Studium, Sprachkurse oder eben durch berufliche Weiterbildung genutzt werden.


Wie können die Kosten der Weiterbildung während der Elternzeit gedeckt werden?

Frisch gebackene Eltern stehen häufig vor einem Berg an neuen Anschaffungen und vor höheren laufenden Kosten. Die in der Elternzeit besuchte Weiterbildung muss aber nicht zwangsläufig selbst bezahlt werden.

Wenn die berufliche Tätigkeit durch die Fortbildung in der Elternzeit profitiert, kann es sein, dass der Arbeitgeber die Kosten (anteilig) übernimmt. Ist das nicht der Fall, gibt es dennoch einige Fördermöglichkeiten. So kann beispielsweise die Bildungsprämie in Frage kommen.

Wenn Sie in der Elternzeit eine Fortbildung besuchen und nicht in einem Arbeitsverhältnis stehen, kann der Bildungsgutschein eine gute Finanzierungsmöglichkeit darstellen. Mit dem Bildungsgutschein werden Weiterbildungen gefördert, die den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern. Dazu zählen zum Beispiel auch Umschulungen.


Kann man während der Elternzeit eine Umschulung machen?

Eine Umschulung kann immer dann sinnvoll sein, wenn der bisherige Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Die Gründe hierfür können vielseitig und sowohl physischer als auch psychischer Natur sein. Mit einem Kind kommen einige Berufe nicht mehr in Frage, da

  • sie aufgrund möglicher körperlicher Beeinträchtigungen durch Schwangerschaft und Geburt nur noch erschwert ausgeübt werden können
  • starre und unflexible Arbeitszeiten oder gar Schichtdienst mit den elterlichen Pflichten nicht vereinbar sind
  • die Rückkehr in den bisher ausgeübten Beruf nach längerer Abwesenheit bei gleichzeitiger Digitalisierung nicht mehr ohne Wissensverlust möglich ist oder der Job in der Zeit überflüssig wurde

Eine Umschulung während der Elternzeit ist folglich eine gute Möglichkeit, um beruflich voranzukommen und gleichzeitig die neuen Aufgaben als Eltern in den Arbeitsalltag zu integrieren. Umschulungsberufe der Zukunft gibt es in vielen Bereichen. Eine individuelle Beratung erhalten Sie im Rahmen eines Jobcoachings.


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