71 FeV Verkehrs- psychologische Beratung

Die verkehrspsychologische Beratung nach § 71 FeV


Verkehrspsychologische Beratung für Fahranfänger (m/w/d) in der Probezeit

Die Behörden sind bei Fahranfängern (m/w/d) in der Probezeit im Allgemeinen strenger als bei erfahrenen Kraftfahrern (m/w/d). Weil sie nicht nur das Anfänger- sondern meistens auch das Jugendlichkeitsrisiko tragen, stehen Fahranfänger (m/w/d) während Ihrer Probezeit unter besonderer Beobachtung. Die Probezeit dauert zwei Jahre und verlängert sich auf vier Jahre, wenn Sie Punkte in Flensburg bekommen haben. Oft reicht ein Punkt.

Dabei werden Delikte in der Probezeit nach ihrem Schweregrad in „A“ oder „B“-Delikte unterteilt.

Ein A-Verstoß liegt bei einem schwerwiegenden Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung vor. Dazu zählen beispielsweise:

  • Alkohol- oder Drogenfahrt
  • Geschwindigkeitsübertretung ab 21 km/h
  • Nichtbeachtung eines Rotlichts
  • Vorfahrtverletzung

Ein B-Verstoß zählt zu den weniger schwerwiegende Verstößen im Straßenverkehr, die keine unmittelbare Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmende haben, wie zum Beispiel:

  • Technische Mängel am Fahrzeug, wie abgefahrene Reifen
  • Falschparken
  • Mangelnde Ladungssicherung
  • Fehlerhafte Absicherung eines liegengebliebenen Autos
  • Mitnahme von Kindern ohne einen vorgeschriebenen Kindersitz

Dabei gelten Fahranfänger (m/w/d) behördlich als besonders unfallgefährdet. Daher sind die Fahrerlaubnisbehörden nach § 2a StVG (Straßenverkehrsgesetz) gehalten, auf wiederholte Verkehrszuwiderhandlungen durch geeignete Maßnahmen zu reagieren.

Die DEKRA Akademie bietet bundesweit Angebote, um den Entzug Ihrer Fahrerlaubnis zu vermeiden. Daher bieten wir Ihnen mit unserer verkehrspsychologischen Beratung die Chance, gemeinsam eine verkehrssichere Verhaltensweise zu erarbeiten und Ihr Risikobewusstsein zu stärken. Unsere Verkehrspsychologen (m/w/d) gehen dabei auf Ihren individuellen Fall ein mit dem Ziel das eigene Verhalten am Steuer langfristig und sicher in den Griff zu bekommen.

Eine verkehrspsychologische Beratung nach § 71 FeV (Fahrerlaubnis-Verordnung) wird von der Fahrerlaubnisbehörde empfohlen, wenn Sie in der Probezeit nach einem ersten Verstoß und Teilnahme an einem Aufbauseminar einen erneuten Verstoß begehen:

  • Erster Verstoß: Anordnung eines Aufbauseminars und Verlängerung der Probezeit auf 4 Jahre. Wenn es sich um ein Alkohol- oder Drogendelikt handelt, dann muss es ein besonderes Aufbauseminar sein.
  • Zweiter Verstoß: Verwarnung und Empfehlung zur verkehrspsychologischen Beratung nach § 71
  • Dritter Verstoß: Entzug der Fahrerlaubnis

Die Empfehlung zur verkehrspsychologischen Beratung sollte ernst genommen werden, da bei einem erneuten Verstoß der Führerschein entzogen wird.


Individuelle und professionelle Beratung durch Verkehrspsychologen (m/w/d) der DEKRA Akademie

Die Beratung wird durch unsere amtlich anerkannten verkehrspsychologischen Berater (m/w/d) und Diplom-Psychologen (m/w/d) in Einzelgesprächen durchgeführt. In den Gesprächen soll aufgeklärt werden, welche inneren Einstellungen und Verhaltensweisen zu den Verkehrsverstößen geführt haben. Das eigene Empfinden zum Risikobewusstsein wird gestärkt und ein verkehrssicheres Verhalten erarbeitet, damit Sie weitere Verstöße und mögliche Gefährdungsrisiken in der Zukunft vermeiden. Falls erforderlich, kann zudem auch eine Fahrprobe absolviert werden.

Inhalte der verkehrspsychologischen Beratung – DEKRA Akademie

  • Einstufung der Schwere der Verstöße
  • Aufklärung über schwerwiegenden Verhaltensweisen, die zu Punkten geführt haben
  • Erarbeiten von sicheren Einstellungen und richtigen Verhaltensweisen
  • Sensibilisierung für den Straßenverkehr
  • Persönliches Beratungsergebnis Ihres Falles, weiteres Vorgehen, individuelle Problemlösung und Übungen

Unsere psychologische Beratung beruht auf folgenden Rechtsgrundlagen

  • § 2a Abs. 2 Nr. 2 StVG i.V.m. §§ 38 und 71 FeV
  • Deliktbewertung „A“ oder „B“ nach § 34 FeV i.V.m. Anlage 12 FeV

Dauer

Die Beratung beträgt 3 Stunden innerhalb von 2 bis 8 Wochen. Eine ergänzende Fahrprobe ist möglich.

Abschluss

Nach Abschluss der Beratung erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung zur Vorlage bei der Fahrerlaubnisbehörde. Eine Abschlussprüfung findet nicht statt.


Verkehrspsychologische Beratung – Kosten und Anmeldung

Was die verkehrspsychologische Beratung kosten kann, besprechen wir mit Ihnen gerne telefonisch unter der kostenfreien Rufnummer 0800 3357267 0800 3357267.

Sie können sich auch unter der oben genannten Rufnummer telefonisch oder per E-Mail unter anmelden.

Unsere Berater (m/w/d) beantworten gerne Ihre Fragen und unterstützen Sie bei der Problemlösung Ihres individuellen Sachverhalts. Gemeinsam klären wir beispielsweise Ihre Fragen zu unseren Rahmenbedingungen, damit Sie wieder sicher am Straßenverkehr teilnehmen können.

Weitere Informationen

§ 71 FeV Verkehrspsychologische Beratung - PDF


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