Rekordtief bei Arbeitsunfällen

Rekordtief bei Arbeitsunfällen (© Gorodenkoff – stock.adobe.com)
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Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat Kennzahlen zu Arbeitsunfällen und gemeldeten Berufskrankheiten für das Jahr 2020 veröffentlicht.

Demnach sei die Zahl der Unfälle bei der Arbeit auf ein Rekordtief gesunken. Während es 2019 noch rund 870.000 meldepflichtige Arbeitsunfälle gab, waren es 2020 etwa 760.000. Dies entspricht einem Rückgang von 13 Prozent. Die Zahl der meldepflichtigen Wegeunfälle sank sogar um 18 Prozent auf rund 150.000.


Unfallzahlen als Abbild des Alltags

Verantwortlich für diese Entwicklung seien die veränderten Arbeitsbedingungen durch die Corona-Pandemie. Schließlich sinkt die Gefahr eines Wegeunfalls, wenn Beschäftigte einen großen Teil ihrer Arbeitszeit im Homeoffice verbringen. Aufgrund der eingeschränkten Mobilität und der regelmäßigen Arbeit von Zuhause bezeichnete der Hauptgeschäftsführer der DGUV, Dr. Stefan Hussy, die Kennzahlen der DGUV für das Jahr 2020 auch als „Abbild des Alltags“.


Verdacht auf Berufskrankheiten häufiger gemeldet

Der Einfluss der Pandemie wird jedoch leider auch beim Blick auf die Berufskrankheitszahlen deutlich. 2020 gingen bei den Unfallversicherungsträgern über 106.000 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit ein, rund ein Drittel mehr als im Vorjahr. Gut 30.000 Anzeigen wurden im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestellt, etwa 18.000 davon wurden bis Jahresende anerkannt. Die Zahl der Menschen, die infolge einer Berufskrankheit starben, war hingegen rückläufig.


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Pressemitteilung DGUV: Corona sorgt für Allzeittief bei Arbeitsunfällen

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