Qualifizierungschancengesetz

Qualifizierungschancengesetz für die Personalentwicklung nutzen

Die Qualifizierungsoffensive der Bundesregierung hat das Ziel Unternehmen im Transformationsprozess vor dem Hintergrund des digitalen Wandels zu unterstützen und insbesondere Mitarbeitende, deren Tätigkeiten durch Digitalisierung absorbiert werden, auf neue Aufgaben vorzubereiten.

Ein wichtiger Baustein ist das Qualifizierungschancengesetz der Bundesagentur für Arbeit, durch das Unternehmen die Möglichkeit einer finanziellen Förderung der Qualifizierung bzw. Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden erhalten. Es ist eine Erweiterung der WeGebAU Förderung. Besonders im Fokus liegen ältere und geringqualifizierte Beschäftigte. Grundsätzlich können jedoch alle Mitarbeitenden, die auf einen Abschluss oder neue Aufgaben vorbereitet werden, davon profitieren.

Arbeitgeber wiederum können mit dem Qualifizierungschancengesetz Weiterbildung ihrer Mitarbeiter (m/w/d) fördern lassen, die nicht zu den Geringqualifizierten oder älteren Arbeitnehmern (m/w/d) zählen, um die Personalentwicklung zu fördern und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.


Fördermöglichkeiten mit dem Qualifizierungschancengesetz: Welche Zielgruppe profitiert?

Das Qualifizierungschancengesetz ermöglicht eine geförderte Weiterbildung aller Arbeitnehmer (m/w/d).

Zielgruppen des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) verabschiedeten Qualifizierungschancengesetztes sind daher Arbeitnehmer (m/w/d) im Unternehmen:

  • unabhängig von Qualifikation, Alter und Betriebsgröße
  • die sich berufsbegleitend weiterbilden oder auch innerhalb eines Unternehmens umorientieren möchten
  • die vom digitalen Strukturwandel betroffen sind, da deren berufliche Tätigkeit z.B. durch neuere Technologien ersetzt werden könnten oder
  • die in einem Engpassberuf tätig sind, wo bereits ein Fachkräftemangel existiert

Dieser rechtliche Rahmen für berufsbegleitende Weiterbildungen sind für den Arbeitnehmer (m/w/d) gleichermaßen attraktiv wie für Arbeitgeber. Denn das Ziel ist die Wirtschaft im Zuge des digitalen und technologischen Fortschritts mit gut qualifiziertem Personal konkurrenzfähig zu halten.

Arbeitgeber haben aufgrund des Qualifizierungschancengesetzes durch die Bundesagentur für Arbeit folgende Vorteile:

  • Finanzielle Entlastung für die Qualifizierung der Mitarbeitenden zwischen 15% bis zu 100%
  • Besser ausgebildete Mitarbeitende
  • Die Zukunftsfähigkeit wird u.a. durch eine bessere Mitarbeiterbindung gesichert
  • Engpässen wird mit qualifizierten Fachkräften entgegengewirkt

Voraussetzungen für Förderungen nach dem Qualifizierungschancengesetz durch die Bundesagentur für Arbeit

  • Eine geförderte Weiterbildung nach dem Qualifizierungschancengesetz muss mindestens vier Jahre zurückliegen
  • Die Weiterbildung muss mehr als 120 Stunden dauern und durch einen zertifizierten Träger, wie die DEKRA Akademie, umgesetzt werden
  • Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die vermittelt werden, müssen über ausschließlich arbeitsplatzbezogene, kurzfristige Anpassungsfortbildungen hinausgehen

Geförderte Qualifizierungen der DEKRA Akademie sind u.a.:


- Berufskraftfahrer (m/w/d)
- Fachlagerist / Fachkraft für Lagerlogistik (IHK)
- Pflegehelfer (m/w/d)
- Betreuungsassistent (m/w/d)
- Fach- und Servicekraft für Schutz und Sicherheit
- SAP
- Kaufmännische Berufe
- Elektrofachkraft (m/w/d)

Zu weiteren förderfähigen Qualifizierungen beraten wir sie gerne auf Anfrage. Sie haben noch Fragen, dann zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Sie erreichen uns telefonisch +49.711.7861-0 +49.711.7861-0 oder per E-Mail


Höhe und Art der Förderung durch das Qualifizierungschancengesetz

Die Höhe und Art der Förderung im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes durch die Arbeitsagentur variiert je nach Größe des Unternehmens. Für geringqualifizierte Beschäftigte erfolgt der Arbeitsentgeltzuschuss unabhängig von der Unternehmensgröße mit bis zu einer Höhe von 100%.

Der Förderanteil setzt sich wie folgt zusammen:

  • Bei Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten übernimmt die Bundesagentur für Arbeit bis zu 100 Prozent für die Weiterbildung und die Lohnfortzahlungskosten bis zu 75 Prozent
  • Unternehmen mit 10 bis 249 Beschäftigten bekommen bis zu 50 Prozent der Kosten erstattet
  • Unternehmen mit 250 bis 2500 Beschäftigten bekommen ein Viertel der Kosten bezuschusst
  • Noch größere Unternehmen bekommen bis 15 Prozent der Kosten als Zuschuss. Besteht ein Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung zur beruflichen Weiterbildung, kann der Zuschuss auf 20 Prozent der Kosten steigen
  • Bei Beschäftigten, die über 45 oder schwerbehindert sind und in einem Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten arbeiten, können die Weiterbildungen bis zu 100 Prozent bezuschusst werden. Die Bundesagentur für Arbeit beteiligt sich zudem an den Lohnfortzahlungen für Beschäftigte während der Weiterbildung


Förderung des BMAS Qualifizierungschancengesetzes beantragen

Beschäftigte können eine Weiterbildung im Rahmen des BMAS Qualifizierungschancengesetzes nach Absprache mit ihrem Arbeitgeber durchführen, denn die Förderung muss vom Unternehmen beantragt werden. Die Arbeitsagentur entscheidet dann darüber, ob die Qualifizierungsmaßnahme gefördert wird und gibt bei Zustimmung einen Bildungsgutschein aus. Der jeweilige Arbeitgeberservice der Agenturen für Arbeit berät Unternehmen in Bezug auf Möglichkeiten und die Abwicklung.


Weitere interessante Informationen der DEKRA Akademie zum Qualifizierungschancengesetz

Hilfestellung und weitere Informationen erhalten Sie bei der Bundesagentur für Arbeit, sowie telefonisch oder per Mail bei der DEKRA Akademie.

Sie fragen sich, ob Sie in Ihrem Beruf vom Strukturwandel betroffen sind und Ihre Tätigkeit durch den Einsatz digitaler Technologien gegebenenfalls automatisiert werden könnte? Das lässt sich ganz einfach überprüfen unter:

Ebenso hilfreich, sind die nachfolgenden Websites:

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