New Work und Digitalisierung der Arbeitswelt

New Work ist ein Sammelbegriff für alternative Arbeitsmodelle und -formen. Geprägt wurde der Begriff durch den Sozialphilosophen Frithjof Bergmann. In seinem Theoriekonzept der neuen Arbeit verändert er die Sichtweise auf die Arbeitswelt. Der Mensch ist nicht länger Werkzeug für die Arbeitswelt. Die Arbeitswelt und die darin verübte Tätigkeit ist nun Mittel zur Selbstverwirklichung und Identifikation des Einzelnen.

Diese Sicht auf die Berufswelt prägt auch heute unsere Arbeitswelt 4.0. Ziel, ist nicht nur ein Beruf der Spaß bringt, sondern eine Tätigkeit, die mit den individuellen Interessen, Werten und Überzeugungen konform geht.


Was gehört zu New Work?

Automatisierung von Arbeitsprozessen und standortübergreifende Zusammenarbeit sind Konsequenzen aus Globalisierung und Digitalisierung der Arbeitswelt. Dadurch wird ein neues Verständnis von Arbeit erforderlich. Werte wie Freiheit, Selbstständigkeit und Teilhabe an der Gemeinschaft rücken in den Fokus.


Was bedeutet die Digitalisierung der Arbeitswelt?

Die Digitalisierung betrifft jegliche Branchen und alle Bereiche innerhalb eines Unternehmens. Sie schreitet stetig voran und stellt dabei nicht nur die IT-Abteilung vor neue Herausforderungen.

Nahezu alle Arbeitsprozesse werden zunehmenden mit digitalen Geräten abgewickelt. Daraus resultieren notwendige Entwicklungsschritte, die die gesamte Arbeitswelt betreffen:

  • Maschinen mit digitalen Schnittstellen werden entwickelt
  • Vernetzungsmöglichkeiten vereinfachen den Produktionsprozess erheblich
  • Kommunikation und Informationsweitergabe ist nicht weiter in reiner Menschenhand, sondern werden stetig durch die autonome Kommunikation von Maschinen untereinander abgelöst
  • Cloud-Lösungen verbessern die Vernetzung der Unternehmensabteilungen und schaffen eine gemeinsame Datenbasis. Schnittstellen ermöglichen einen effizienteren Austausch zwischen Vertrieb, Einkauf, Produktion und Buchhaltung
Aus dieser Entwicklung ergeben sich einige neue Anforderungen an Unternehmen. Das betrifft sowohl die Rolle als Dienstleister als auch die Funktion als Arbeitgeber.


Wie verändert sich die Arbeitswelt durch Digitalisierung?

Digitalisierung und Globalisierung formen auch ein neues Selbstverständnis des Kunden. Der Kunde möchte sich eigenständig über Produkte der Unternehmen informieren, erwartet absolute Transparenz im Bestell- und Lieferprozess und will sich zu jederzeit verstanden und bestens beraten fühlen.

Der Fokus rückt dabei immer stärker auf das Online-Geschäft und vergrößert die Konkurrenz. War früher der lokale Wettbewerb von Bedeutung, müssen sich Unternehmen der Arbeitswelt 4.0 mit weltweiten Konkurrenten messen. Das zeigt sich auch beim Anwerben von Fachkräften.


Wozu New Work?

Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung sind gerade bei den jüngeren Arbeitnehmergenerationen Motor des beruflichen Antriebs. Daraus resultiert der Wunsch nach stetig neuen Herausforderungen, regelmäßigen Weiterbildungen sowie räumlichen und flexiblen Freiheiten.

Damit Unternehmen im Kampf um Fachkräfte bestehen können, müssen sie dafür Möglichkeiten schaffen. Home-Office, flexible Arbeitszeiten und agile interdisziplinäre Teams sind Beispiele für Arbeitsformen der New Work.


Was gibt es für Arbeitsformen?

Es gibt eine Vielzahl an Arbeitsformen. Dazu zählen die klassischen Unterscheidungen zwischen Voll- oder Teilzeit sowie angestellt oder selbstständig. Ebenso die Vertragsform, z.B. ob es sich um eine Festanstellung, ein Praktikum oder um einen Minijob handelt.

New Work lässt neue Arbeitsformen entstehen und sich etablieren. Räumliche und zeitliche Freiräume schlagen sich im Wunsch nach 6-Stunden-Tagen und Home Office nieder. Auch Freelancing und Co-Working-Spaces sind neue Formen der Arbeitsgestaltung.


Was versteht man unter Entgrenzung der Arbeitswelt?

Durch die Möglichkeit seine Arbeitszeit selbst einzuteilen und den Arbeitsort frei zu wählen, verschwimmen Beruf und Privatleben zunehmend. Die Arbeits-, Wirtschafts- und Industriesoziologie bezeichnet das als Entgrenzung der Arbeitswelt. Dies strapaziert in gewissem Maße die Work-Life-Balance.

Daher wird häufig auch von Work-Life-Blending gesprochen. Hierbei überschneidet sich Privates und Berufliches. Die Freizeit wird dann mit Kollegen (m/w/d) verbracht oder umgekehrt nach Feierabend noch die ein oder andere Mail beantwortet.


Wie sehen die Weiterbildungsformen im Rahmen von New Work aus?

Wenn sich Arbeitsformen wandeln, muss sich auch die Lernwelt verändern. Weiterbildungen müssen ebenso unabhängig von Zeit und Ort absolviert werden können. Neue Online Lernformen machen das eigenständige Arbeiten und Lernen erlebbar.

Durch Online-Weiterbildungen zieht die Digitalisierung der Arbeitswelt auch in den Bereich der beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen ein. E-Learning-Formate vermitteln neben den fachlichen Inhalten wichtige methodische Kompetenzen wie der Umgang mit Online Meeting Tools und Plattformen.


Digitalisierung der Arbeitswelt: seinen eigenen Platz finden

New Work birgt einige Vorteile für Arbeitnehmer (m/w/d). Gleichzeitig erfordert sie neue Kenntnisse im Bereich digitaler Prozesse und Einsatz von Software. Damit Sie sich gut in der Arbeitswelt 4.0 positionieren können, bieten wir Ihnen spezifische Qualifikationsmaßnahmen für die digitale Arbeitswelt an. Social Media Manager (m/w/d) und Kaufmann im E-Commerce (m/w/d) sind nur zwei wichtige Beispiele für neue Berufsfelder.

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