Neue Umsatzsteuerregeln für Online-Händler

Neue Umsatzsteuerregeln für Online-Händler (© amazing studio – stock.adobe.com)
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Am 1. Juli tritt die zweite Stufe des Mehrwertsteuer-Digitalpakets in Kraft, das den grenzüberschreitenden elektronischen Handel modernisieren und vereinfachen soll.

Nachdem die erste Stufe des Digitalpakets 2015 nur bestimmte Dienstleistungen betraf, soll der EU-weite elektronische Handel nun umfassend reformiert werden. Ziel der zweiten Stufe sei es, das grenzüberschreitende E-Commerce-Geschäft zu vereinfachen und Mehrwertsteuerbetrug zu bekämpfen. Besonders Unternehmen, die Privatpersonen innerhalb der EU beliefern, sowie Betreiber elektronischer Marktplätze müssen sich ab dem 1. Juli auf einige Neuerungen einstellen.


EU-weite Umsatzschwelle

Unter anderem wird die Versandhandelsregelung geändert. Lieferungen innerhalb der EU oder aus Drittstaaten werden künftig als Fernverkäufe definiert. Ort der Besteuerung wird das Land sein, in dem die Sendung zugestellt wird. Die Besteuerung im Bestimmungsland kann unterbleiben, wenn der neue EU-weite Schwellenwert von 10.000 Euro nicht überschritten wird. Bis zu dieser Grenze erfolgt die Besteuerung im Ausgangsstaat. Bislang waren die Schwellenwerte von Land zu Land unterschiedlich.


„One-Stop-Shop“ vereinfacht Steuerzahlungen

Zudem wird es Unternehmen künftig möglich sein, die Umsatzsteuer für alle EU-Länder über eine zentrale Anlaufstelle abzuführen. Mit dem sogenannten „One-Stop-Shop“ können Unternehmen, Umsätze gebündelt auf elektronischem Weg über das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) versteuern.


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Europäische Kommission: Informationen zum Mehrwertsteuer-Digitalpaket

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