Emissionsfreier Lkw-Verkehr bis 2050 denkbar

Emissionsfreier Lkw-Verkehr bis 2050 denkbar (© AA+W – stock.adobe.com)
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Forschende der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) haben dargelegt, wie der Lkw-Verkehr bis zum Jahr 2050 emissionsfrei gestaltet werden kann.

Wenn es darum geht, ob Lkw mit emissionsfreien Antrieben eine Alternative zu Diesel-Lkw sind, dann wird dies aufgrund mangelnder Reichweiten und zu langer Ladezeiten häufig verneint. Aktuell seien Batterie- und Brennstoffzellen-Lkw im Fernverkehr im Vergleich zu Diesel-Lkw in der Tat noch nicht wettbewerbsfähig, erklärte nun ein Forschungsteam der Uni Münster. Allerdings gebe es Optionen, um diese Wettbewerbsfähigkeit künftig herzustellen. „Die dynamische Entwicklung der Energiedichte von Batterien und Effizienzsteigerungen bei Brennstoffzellen werden die Kosten von Zero-Emission-Trucks im Fernverkehr nahe an den Diesel bringen“, so der federführende Autor vom Institut für betriebswirtschaftliches Management am Fachbereich Chemie und Pharmazie der WWU, Lukas Mauler.


Wettbewerbsfähigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab

Ob der Einsatz von Zero-Emission-Trucks eine Option ist, hänge den Forschenden zufolge unter anderem von der Streckenlänge ab. Zunächst einmal werde die Wettbewerbsfähigkeit auf kürzeren Strecken erreicht und weite sich dann nach und nach auf längere Distanzen aus. Doch auch regionale Marktbedingungen wie Energiepreise und Pausenregulierungen werden als Faktoren genannt, die die Frage nach dem geeignetsten Fahrzeug beeinflussen.


Ladeinfrastruktur als zentrale Voraussetzung

Mitentscheidend für eine flächendeckende Transformation des Fernverkehrs sei eine optimale Ladeinfrastruktur entlang der Autobahnen. Ladesäulen und Wasserstofftankstellen sollten dabei mit grünem Strom bzw. grünem Wasserstoff versorgt werden. Laut Autorenteam sei es wahrscheinlich, dass in Zukunft sowohl Batterien als auch Brennstoffzellen als Antrieb genutzt werden. Dabei könne es je nach technologischen und marktbedingten Einflussfaktoren regional zu unterschiedlichen Ausprägungen kommen.


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Pressemitteilung Uni Münster

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