Weiterbildung Elektrofachkraft DEKRA Akademie

E-MOBILITY: WEITERBILDUNG ELEKTROFACHKRAFT

Elektromotoren in Kraftfahrzeugen werden mit sehr hohen elektrischen Spannungen betrieben. Personen, die an Hochvolt-Fahrzeugen arbeiten, setzen sich dabei großen Gefahren aus. Denn der falsche Umgang mit spannungsführenden HV-Komponenten kann gesundheits- oder lebensgefährdende Folgen haben. Unternehmen müssen daher ihre Mitarbeiter entsprechend schulen lassen.

Mit einer Weiterbildung Elektrofachkraft für E-Mobility der DEKRA Akademie erwerben Beschäftigte aus dem Kfz-Bereich die notwendigen Fach- und Sachkenntnisse.

Der Umgang mit Hochvoltsystemen in Kraftfahrzeugen birgt Gefahrenpotentiale. Denn der Einsatz von Spannungen oberhalb von 25 V AC und 60 DC führt zu einer Gefährdung in Form von Körperdurchströmung und Lichtbogen. Dadurch ergibt sich für Unternehmen die Verantwortung, Mitarbeiter so weiterzubilden, dass sie in der Lage sind, anfallende elektrotechnische Arbeiten zu beurteilen, mögliche Gefährdungen zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen.

Die Vorgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) besagen, dass nur eine Elektrofachkraft Arbeiten an Kraftfahrzeugen mit HV-Systemen durchführen, leiten oder beaufsichtigen darf. Die Weiterbildung Elektrofachkraft für E-Mobility der DEKRA Akademie besteht aus zwölf Unterrichtseinheiten, in denen Beschäftigte aus dem Kfz-Bereich die notwendigen Inhalte zur „Sachkunde für den Umgang mit Hochvoltsystemen im Kfz“ erlernen.

Rechtliche Grundlagen der Elektrofachkraft-Ausbildung sind die Unfallverhütungsvorschrift „Grundsatze der Prävention“ DGUV Vorschrift 1 (BGV/GUV-V A1), DIN VDE 0105-100, DIN VDE 1000-10 sowie DGUV Information 200-005.

Voraussetzung für die Teilnahme an der Weiterbildung Elektrofachkraft für E-Mobility sind Berufserfahrung im Kfz-Bereich und elektrotechnische Grundkenntnisse.

BLENDED-LEARNING-KONZEPT

Die Ausbildung zur Elektrofachkraft besteht aus zwei Teilen.

Nicht-elektrotechnische Arbeiten

In einem dreistündigen Web-Based-Training erarbeiten sich die Teilnehmer mit dem eigenen Computer ortsunabhängig via Internetzugang folgende Inhalte:

  • Durchführung allgemeiner Tätigkeiten, die keine Spannungsfreischaltung des HV-Systems erfordern
  • Festlegen der anzusprechenden Person bei Unklarheiten
  • Unzulässige Arbeiten am Fahrzeug
  • Fachverantwortung und Bewusstseinsbildung
  • Elektrische Gefährdungen und Erste Hilfe – Grundlagen E-Technik

Dieser Teil der Elektrofachkraft-Ausbildung schließt mit einer Prüfung ab. Sie bezieht sich auf Grundlagen E-Technik und ist Voraussetzung für die Zulassung zum eintägigen Präsenzunterricht.

Elektrotechnische Arbeiten

Die anschließende Präsenzphase besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil von je vier Unterrichtseinheiten. In den praktischen Übungen erproben die Teilnehmer die gewonnenen Kenntnisse an verschiedenen HV-Fahrzeugen.

Folgende Inhalte stehen hier nach einer Einführung und Wiederholung auf dem Programm:

  • HV-Konzept und Fahrzeugtechnik
  • Elektrische Anlagen und Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3 + 4 (BGV/GUV-V A3), DIN VDE 0105-100
  • Schutzmaßnahmen gegen elektrische Körperdurchströmung und Störlichtbögen
  • Praxisteil/allgemeines praktisches Vorgehen: HV-System spannungsfrei schalten; gegen Wiedereinschalten sichern; Spannungsfreiheit feststellen

Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung Elektrofachkraft erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat der DEKRA Akademie.


WEITERBILDUNGSANGEBOTE UND INFORMATIONEN

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