WeGeBau-Förderung

WeGebAU Förderung

Seit 2006 haben Unternehmen die Möglichkeit berufsbegleitende Qualifizierungen durch die Bundesagentur für Arbeit fördern zu lassen. Die WeGebAU-Förderung, kurz für „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“, bezuschusst Weiterbildungsmaßnahmen mit dem Ziel dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken.


Die Förderschwerpunkte WeGebAU der Agentur für Arbeit

Das WeGebAU-Programm der Agentur für Arbeit stütz sich auf drei Themenschwerpunkte, die sich an unterschiedliche Arbeitnehmergruppen richten:

  • Qualifizierungen für Beschäftigte, die in einem Unternehmen mit weniger als 250 Angestellten tätig sind
  • Weiterbildung, die sich an Geringqualifizierte richten und abhängig vom Berufsabschluss sind
  • Berufsqualifizierende Ausbildungen, die einen Abschluss ermöglichen

Zielgruppe für die WeGebAU Förderung durch das Arbeitsamt:
Das WeGebAU-Programm richtet demnach sich an sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, die entweder qualifiziert und älter oder aber gering qualifiziert sind:

  • Geringqualifizierte Arbeitnehmer (m/w/d), die keinen anerkannten Berufsabschluss haben und mindestens drei Jahre Berufserfahrung aufweisen können. Oder aber Personen mit Berufsabschluss und mehrjähriger Berufsentfremdung aufgrund von Helfertätigkeiten.
  • Ältere Arbeitnehmer (m/w/d), die das 45. Lebensjahr vollendet haben und in einem Unternehmen tätig sind, das weniger als 250 Angestellte hat.
  • Beschäftigte in kleineren und mittleren Unternehmen (KMU).

Erweitert wurde die Förderung um die Maßnahme WeGebAU 2019. Das Qualifizierungschancengesetz ermöglicht eine Förderung unabhängig von Qualifikation, Lebensalter und Betriebsgröße.

Voraussetzungen für die WeGebAU-Förderung:
Aus den genannten Zielgruppen gehen somit auch die Voraussetzungen für die WeGebAU-Förderung hervor:

  • Der Berufsabschluss liegt mindestens 4 Jahre zurück oder der Arbeitnehmer (m/w/d) arbeitet für den gleichen Zeitraum in einer an- oder ungelernten Tätigkeit
  • Die Person arbeitet in einem KMU mit weniger als 250 Mitarbeitern
  • Die geplante Weiterbildung geht über eine arbeitsplatzbezogene Anpassungsfortbildung hinaus


Was wird im Rahmen der Förderung WeGebAU übernommen?

Für die Art und Höhe der WeGebAU-Förderung gelten folgende Regeln:

  • Übernommen werden entweder die Weiterbildungskosten oder es wird ein Arbeitsentgeltzuschuss bewilligt
  • Qualifizierungen, die für den Arbeitgeber gesetzlich vorgeschrieben sind, können nicht nur WeGebAU gefördert werden
  • Bei Beschäftigten, die unter 45 Jahre alt sind und in einem KMU tätig sind, muss das Unternehmen 50% der Lehrgangskosten tragen
  • Bei Arbeitnehmern (m/w/d), die in einem KMU mit weniger als 10 Mitarbeitern (m/w/d) beschäftigt sind, können bis zu 100% der Kosten durch WeGebAU übernommen werden


WeGebAU beantragen

Um eine geförderte Weiterbildung besuchen zu können, muss der Arbeitgeber WeGebAU beantragen. Die Antragsstellung läuft über die Agentur für Arbeit, erster Ansprechpartner (m/w/d) ist daher immer der Berater (m/w/d) vor Ort. Dieser gibt Auskunft darüber, wie hoch die individuelle Fördersumme von WeGebAU ausfällt. Diese wird in einem Bildungsgutschein festgehalten und kann dann bei der DEKRA Akademie im Rahmen einer Weiterbildung eingelöst werden.

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