Aufbereitung von Medizinprodukten

Mehr Informationen zur Technischen-Sterilisationsassistent/in-Ausbildung:

  • Sachkenntnis: Medizinprodukteaufbereitung (DEKRA) – Basiskurs (neue Termine 2019 folgen in Kürze)
  • Sachkunde: Medizinprodukteaufbereitung in der ärztlichen und zahnärztlichen Praxis (DGSV) (neue Termine 2019 folgen in Kürze)
  • Sachkunde: Medizinprodukteaufbereitung – Ergänzungskurs (DGSV) (neue Termine 2019 folgen in Kürze)
  • Technische/-r Sterilisationsassistent/-in – Fachkundelehrgang I
  • Technische/-r Sterilisationsassistent/-in mit erweiterten Aufgaben – Fachkundelehrgang II

Kontaminierte Medizinprodukte können die Quelle von Infektionen beim Menschen sein. Darauf weist die Empfehlung zu den Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten hin. Diese wurde von der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention des Robert Koch-Instituts erstellt.

Die rechtliche Grundlage zur Aufbereitung von Medizinprodukten die bestimmungsgemäß keimarm oder steril zur Anwendung kommen, regelt das Medizinproduktegesetz. Das Gesetz umfasst ebenso die Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von Medizinprodukten, die zur erneuten Anwendung vorgesehen sind. Auch die damit zusammenhängenden Arbeitsschritte sowie die Prüfung und Wiederherstellung der technisch-funktionellen Sicherheit sind im Medizinproduktegesetz konkretisiert. Kurz gesagt, regelt dieses Gesetz die Medizinprodukteaufbereitung.

Demnach muss die Aufbereitung von kontaminierten Medizinprodukten im Kontext der Rückverfolgbarkeit manueller und maschineller Prozesse nachvollziehbar gewährleistet werden. Die Sicherheit und Gesundheit von Patienten, Anwendern und Dritten dürfen nicht gefährdet werden. Zudem muss sichergestellt sein, dass von diesen Medizinprodukten bei der nachfolgenden Anwendung am Patienten keine Gefahren ausgehen. Die Verantwortung für die Umsetzung dieser Vorschriften zur Medizinprodukteaufbereitung trägt meist der Sterilisationsassistent.

Insbesondere muss er dafür Sorge tragen, dass Infektionen, pyrogenbedingten, allergischen und toxischen Reaktionen sowie veränderten technisch-funktionellen Eigenschaften vorgebeugt werden. Um diese Gefahren auszuschließen, bedarf es eines hohen Wissensstandes und einer entsprechenden Sterilisationsassistenten-Ausbildung.

Dabei muss die jeweils zuständige Person aufgrund ihrer Position und Qualifikation auch tatsächlich diese Aufgaben erfüllen können. Dafür sind regelmäßige Unterweisungen und Fortbildungen wichtig. Denn nicht der Nachweis der im Rahmen der Technischen Sterilisationsassistenten-Ausbildung angeeigneten Sachkunde ist entscheidend, sondern die praktische Umsetzung des darin Erlernten.


Sterilisationsassistenten-Ausbildung

Die DEKRA Akademie Healthcare and Medical bietet eine prozessorientierte Sterilisationsassistenten-Ausbildung im Themenbereich der Aufbereitung von Medizinprodukten. Durch diese ISO 13485 Schulung unterstützt die DEKRA Akademie Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser bei der Umsetzung zwingend wichtiger Maßnahmen zum technischen Sicherheitsmanagement und der Infektionshygiene.

Inhalte der Schulungen:

Die Weiterbildungen zur Aufbereitung von Medizinprodukten der DEKRA Akademie behandeln je nach Wissensstand und Zielgruppe einige der folgenden Themen:

  • Übersicht über gesetzliche und normative Grundlagen für die Medizinprodukte-Aufbereitung
  • Grundlagen Epidemiologie und Mikrobiologie
  • Einführung in die Grundlagen der Hygiene
  • Qualitätsmanagement
  • Aufbereitung von Medizinprodukten im Güterkreislauf

Zielgruppe:

Die ISO 13485 Schulungen richten sich an Mitarbeiter aus Einrichtungen des Gesundheitswesens. Darunter fallen beispielsweise:

  • Medizinische Fachangestellte/Arzthelfer, Ärzte in medizinischen oder zahnmedizinischen Praxen
  • Podologen
  • Mitarbeiter in Pflegediensten und stationären Pflegeeinrichtungen die mit der Aufbereitung von Medizinprodukten betraut sind.

Aber auch Mitarbeiter für Sterilgutversorgungen, Arbeitssuchende, die eine Tätigkeit in der Aufbereitung von Medizinprodukten anstreben oder Schichtleiter bzw. stellvertretende Leiter aus kleinen Abteilungen finden adressatengerechte ISO 13485 Schulungen.

Voraussetzungen:

Neben dem fachlichen Kenntnisstand sind noch weitere Faktoren relevant, um mit der Aufbereitung von Medizinprodukten beauftragt werden zu können. Dazu zählen:

  • Die Person darf hinsichtlich der fachlichen Beurteilung keiner Weisung unterliegen
  • Die Person muss zudem über die entsprechenden Mittel verfügen, insbesondere Räume, Geräte und sonstige Arbeitsmittel. Darunter fallen auch geeignete Mess- und Prüfeinrichtungen, die erforderlich sind, um die jeweilige Tätigkeit ordnungsgemäß und nachvollziehbar durchzuführen.

Rechtliche Grundlagen:

Die Sterilisationsassistenten-Ausbildung der DEKRA Akademie Healthcare and Medical im Bereich der Aufbereitung von Medizinprodukten basiert auf dem Medizinproduktegesetz und der Medizinprodukte-Betreiberverordnung. Letztere weist deutlich darauf hin, dass aktuelle Kenntnisse aufgrund einer geeigneten Ausbildung und einer einschlägigen beruflichen Tätigkeit unbedingt notwendig sind. Gerade dann, wenn besondere Anforderungen zur Aufbereitung von Medizinprodukten vorausgesetzt werden. Aus diesem Grund kann eine Tätigkeit im Bereich der Medizinprodukteaufbereitung nur von demjenigen durchgeführt werden, der eben eine solche Schulung absolviert hat.

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