Berufsbild LKW-Fahrer

Lkw-Fahrer (m/w/d) oder ein Beruf mit Zukunftsperspektive

Der Beruf des Lkw-Fahrers (m/w/d) fällt, wie auch der des Busfahrers (m/w/d), unter die staatlich anerkannte Berufsbezeichnung Berufskraftfahrer (m/w/d). Im Fokus des beruflichen Alltags steht das Führen von Lastkraftwagen und anderen schweren Nutzfahrzeugen wie Sattelschleppern, Lastzügen oder Tanklastwagen.

Die Jobaussichten sind in dieser Tätigkeit vielversprechend, denn der Beruf des Lkw-Fahrers (m/w/d) erfüllt seit 2018 die Kriterien des Fachkräfteengpasses. 2019 tauchte er erstmals in der Positivliste der Bundesagentur für Arbeit auf. Jene Liste, die zwei Mal jährlich die Berufe aufführt, deren Besetzung besonders lange dauert. In den verschiedensten Branchen werden Güter auf nationalen und internationalen Straßen transportiert. Mögliche Arbeitsstellen finden ausgebildete Lkw-Fahrer (m/w/d) unter anderem bei Transportunternehmen, Speditionsfirmen, Kurierdiensten und Bauunternehmen.


Alltag eines Lkw-Fahrers (m/w/d) im Fernverkehr: Mehr als nur Fahren

Auch wenn der Alltag eines Lkw-Fahrers (m/w/d) im Fernverkehr von der Straße geprägt ist, bietet die Tätigkeit noch vieles mehr. Denn zu den Aufgaben eines Lkw-Fahrers (m/w/d) zählen auch:

  • Das Be- und Entladen der Ware bzw. das Überwachen dieser Tätigkeiten
  • Ausfüllen und Kontrollieren der Transportdokumente
  • Planung der Routen, Transport- und Ruhezeiten
  • Kontrolle der Sicherheit des Fahrzeugs, der Reifen, des Ölstands, der Filter und des Kraftstoffstands
  • Wartung des Fahrzeugs, also Reifenwechsel, kleinere Reparaturarbeiten
  • Waschen und Betanken des Lkw


Strikte Regeln dominieren den Alltag eines Lkw-Fahrers (m/w/d) im Fernverkehr

Sind die Abfahrtszeiten eines Lkw-Fahrers (m/w/d) meistens bekannt, weiß er nicht immer genau, wann er wieder zurückkommt. Gerade für Lkw-Fahrer (m/w/d) im Fernverkehr heißt es häufig: Übernachten im Hotel oder Führerhaus.

Im Sinne der Verkehrssicherheit hat der Gesetzgeber komplexe Vorgaben hinsichtlich der Lenk- und Ruhezeiten erlassen. Der Alltag von Lkw-Fahrern (m/w/d) ist daher stark rechtlich geprägt von Lenkzeiten, Pausenzeiten, Ruhezeiten und Arbeitszeiten. So muss z.B. nach 4,5 Stunden Lenkzeit eine Pause von 45 min. eingelegt werden. Die tägliche und wöchentliche Ruhezeit ist grundsätzlich vorgeschrieben, kann aber unter gewissen Umständen auch verkürzt werden.


Der Lkw-Fahrer-Verdienst im Nahverkehr im Vergleich zum Gehalt des Fernfahrers (m/w/d)

Wie hoch der Lkw-Fahrer-Verdienst ausfällt, hängt von einigen Faktoren ab:

  • Die Erfahrung und die entsprechende Ausbildung
  • Ob im Nahverkehr oder im Fernverkehr tätig
  • Die Größe des jeweiligen Unternehmens
  • Arbeitszeiten bzw. die Bereitwilligkeit zur Nacht- bzw. Wochenendarbeit
  • Die Art des Transportguts, da hierfür teilweise Zusatzqualifikationen, wie z.B. der ADR-Schein notwendig werden, um als Gefahrgutfahrer (m/w/d) tätig sein zu dürfen

Das Lkw-Fahrer-Gehalt im Nahverkehr kann daher deutlich unter dem Gehalt eines Fernfahrers (m/w/d) liegen. Auch Unterschiede je nach Region können sich ergeben. So kann der Lkw-Fahrer-Lohn im Monat zwischen 1.800,00 € und 4.500,00 € brutto liegen.


Häufig gestellte Fragen

Was muss ich tun, um Lkw-Fahrer (m/w/d) zu werden?

Drei Wege führen zum Beruf des Lkw-Fahrers (m/w/d):

  • Die klassische Berufsausbildung zum Berufskraftfahrer (m/w/d). Diese dauert drei Jahre und wird dual in der Schule und im Ausbildungsbetrieb absolviert.
  • Eine Umschulung bei längerer Arbeitslosigkeit oder wenn die bisherige berufliche Tätigkeit nicht weiter ausgeübt werden kann. Sie wird öffentlich gefördert, der Kostenträger steht beratend zur Seite.
  • Die beschleunigte Grundqualifikation gemäß Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz, die in Kombination mit dem Besitz oder Erwerb der Fahrerlaubnis im CE-Klassenbereich bei den DEKRA Akademie Standorten absolviert werden kann.

Was für einen Abschluss braucht man für eine Ausbildung zum Lkw-Fahrer (m/w/d)?

Für die Berufsausbildung zum Lkw-Fahrer (m/w/d) benötigt man zunächst keinen besonderen Schulabschluss. Allerdings bevorzugen viele Ausbildungsbetriebe einen Real- oder guten Hauptschulabschluss. Aber auch ohne Schulabschluss ist zum Beispiel eine Umschulung möglich.

Wer kann eine Umschulung zum Lkw-Fahrer (m/w/d) machen?

Aufgrund der guten Jobaussichten ist der Beruf des Lkw-Fahrers (m/w/d) auch für diejenigen interessant, die bereits von längerer Arbeitslosigkeit betroffen sind. Oder aber aufgrund von gesundheitlichen Faktoren ihren derzeitigen Beruf nicht mehr weiter ausüben können. In diesen Fällen eignet sich eine Umschulung zum Lkw-Fahrer (m/w/d).

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für einen Lkw-Fahrer (m/w/d)?

Um das Lkw-Fahrer-Gehalt zu verbessern oder einfach aus persönlichem Interesse, für einen Lkw-Fahrer (m/w/d) bieten sich einige interessante Weiterbildungsmöglichkeiten:

Ist eine regelmäßige Weiterbildung für Lkw-Fahrer (m/w/d) und Fernfahrer (m/w/d) Pflicht?

Die Schlüsselzahl „95“ im Führerschein ist Voraussetzung für die Tätigkeit als Lkw-Fahrer (m/w/d). Nach einer Auffrischung der Kenntnisse kann der Eintrag auf weitere fünf Jahre verlängert werden. Dafür muss eine Berufskraftfahrer-Weiterbildung (m/w/d) absolviert werden. Gleiches gilt für den Fernfahrer (m/w/d).

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