Förderung der beruflichen Weiterbildung in Deutschland

Eine berufliche Aus- oder Weiterbildung ist zu jeder Zeit eine gute Investition in die eigene Zukunft. Nicht immer müssen die Kosten selbst getragen werden. Der Bund, die Länder und die Europäische Union greifen Ihnen mit Förderungen für die berufliche Weiterbildung unter die Arme.

Die DEKRA Akademie ist zertifizierte Ausbildungsstätte und bietet Ihnen Aus- und Weiterbildungen, für die eine staatliche Förderung bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen beantragt werden kann. Möchten Sie Ihre Weiterbildung durch eine staatliche Förderung finanzieren? Dann finden Sie hier eine Übersicht über die regionalen und bundesweiten Fördermöglichkeiten für Weiterbildungen.

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Weiterführende Informationen finden Sie auch im Flyer der Bundesagentur für Arbeit:

Förderprogramme für Arbeitssuchende

Aus- und Weiterbildungen: Förderung für Arbeitsuchende

Um den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt bzw. die Jobchancen von Arbeitssuchenden zu erhöhen, stehen Ihnen eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung, die eigene Aus- oder Weiterbildung staatlich fördern zu lassen:

  • Einen Bildungsgutschein (BGS) erhalten Arbeitsuchende und Arbeitnehmer (m/w/d), bei denen eine Aus- oder Weiterbildung notwendig ist, um einen fehlenden Berufsabschluss nachzuholen, aus der Arbeitslosigkeit herauszufinden oder diese abzuwenden. Dieses Instrument zur Förderung beruflicher Weiterbildung kann neben den Lehrgangskosten auch Verpflegungs- oder Fahrtkosten abdecken, sofern diese anfallen. Der BGS wird vor dem Besuch der Weiterbildung beim örtlichen Jobcenter oder der Agentur für Arbeit beantragt.
  • Mit einem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) haben Arbeitsuchende die Möglichkeit, an einer „Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung“ teilnehmen zu können. Ob Coaching oder Qualifizierung: Mit einem AVGS vom Jobcenter oder der Agentur für Arbeit ist vieles möglich.

Neben den bundesweiten Fördermöglichkeiten für Weiterbildungen und Umschulungen können in den Bundesstaaten jeweils spezifische Weiterbildungschecks bzw. -boni beantragt werden. Weitere Informationen für das Bundesland Sachsen finden Sie auf unserer Seite zum Weiterbildungsscheck.

Förderprogramme für Angestellte bzw. Arbeitnehmer (m/w/d)

Fördermöglichkeiten für Angestellte und Arbeitnehmende

Auch Angestellte und Arbeitnehmende können bei Weiterbildungen von staatlichen Fördermöglichkeiten durch die Agentur für Arbeit profitieren.

  • Wer sich auf einen IHK-Fortbildungsabschluss vorbereitet, kann die Kosten der Weiterbildung mit einer staatlichen Förderung begleichen oder bezuschussen lassen. Dafür haben Bund und Länder das Aufstieg-Bafög ins Leben gerufen.
  • Wenn vorhandenen Qualifikationen für den Arbeitsmarkt 4.0 nicht mehr ausreichen, ist eine Aus- oder Weiterbildung notwendig, um den Anschluss an den Arbeitsmarkt wiederherzustellen. Um die eigene Arbeitslosigkeit abzuwenden oder zu beenden, kann mit dem Bildungsgutschein oder dem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein die entsprechende Weiterbildung gefördert werden.
  • Die Arbeitswelt befindet sich im ständigen Wandel. Wer in die eigene Zukunft und eine berufliche Weiterbildung investiert, gewinnt doppelt. Der Staat greift Ihnen mit Bildungsprämie, Bildungsurlaub und Weiterbildungsstipendium unter die Arme.

Regionale Fördermöglichkeiten für Arbeitnehmer (m/w/d):

Förderprogramme für Unternehmen

Förderungen: berufliche Weiterbildung von Mitarbeitern (m/w/d) für Unternehmen

Seit 2006 verfolgt die Bundesagentur für Arbeit das Ziel, dem Fachkräftemangel in sogenannten Engpassberufen entgegenzuwirken bzw. vorzubeugen. Bei dieser Art der Förderung steht der jeweilige Betrieb, der eine Förderung für seine Beschäftigten beantragt, im Fokus. Geprüft wird vorab, welche Qualifizierungsbedarfe im jeweiligen Betrieb bestehen und mit welchen Weiterbildungen die Beschäftigten für ihre Tätigkeit im Betrieb gefördert werden können.

Unternehmen haben somit Anspruch auf eine von der Agentur für Arbeit ausgestellte Förderung für die Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmender. Durch die Qualifizierungsoffensive am Arbeitsmarkt von 2019 und die Erweiterung um das Qualifizierungschancengesetz kommt dies nun allen Erwerbstätigen, die vom digitalen Strukturwandel betroffen sind oder eine Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben, zu Gute.

Auch Zeiten der Kurzarbeit können sinnvoll für Aus- und Weiterbildungen genutzt werden. Hierfür stehen ebenfalls einige Förderungen für Weiterbildungen von Mitarbeitenden zur Verfügung. Bei einer bevorstehenden Entlassung kann auf Transfermaßnahmen zurückgegriffen werden, um so die eigenen Mitarbeitenden vor der Arbeitslosigkeit zu bewahren. Auch die Eingliederung in eine neue Stelle wird dadurch erleichtert.

In Baden-Württemberg ansässige Unternehmen können länderspezifische Förderungsmöglichkeiten für Weiterbildungen in Anspruch nehmen. Näheres dazu in der Übersicht für Baden-Württemberg.

Förderprogramme für Erwerbsgeminderte

Fördermöglichkeiten für Erwerbsgeminderte oder von Erwerbsminderung Bedrohte bei Besuch von beruflichen Weiterbildungen

Können Arbeitnehmende ihre berufliche Tätigkeit aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht oder nur bedingt weiter ausüben, kann eine berufliche Weiterbildung helfen. Rehabilitationsträger wie beispielsweise die Deutsche Rentenversicherung, die Bundesagentur für Arbeit oder die Berufsgenossenschaften gewähren für ihre Versicherten Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Ziel ist es, die Erwerbsfähigkeit zu erhalten, zu verbessern, herzustellen oder wiederherzustellen.

Förderprogramme für Soldaten (m/w/d)

Weiterbildung durch staatliche Förderungen für Soldaten (m/w/d)

Soldaten (m/w/d), die eine berufliche Weiterbildung anstreben, können bis zu 50 Prozent der Kosten über die Bildungsprämie erstatten lassen. Der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr begleitet die Soldaten (m/w/d) von Beginn ihrer militärischen Dienstzeit an bis zur Eingliederung in den zivilen Arbeitsmarkt.

Förderprogramme für Selbstständige

Förderungsmöglichkeiten für Selbstständige, die eine Weiterbildung besuchen

Unabhängig von Einkommen oder Alter können Selbstständige, die einen Fortbildungsabschluss anstreben, das Aufstiegs-BaföG beantragen. Liegt das zu versteuernde Jahreseinkommen unter 20.000 Euro, können bis zu 50 Prozent der Weiterbildungskosten auch durch die Bildungsprämie finanziert werden.

Ausnahme gilt, wenn das Einkommen aus der Selbstständigkeit mit Arbeitslosengeld II aufgestockt wird. Dann können ggf. auch Förderungen für Arbeitssuchende in Frage kommen.

Auch ein Blick in die spezifischen Fördermöglichkeiten der Bundesländer lohnt sich: