Ausbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten

Eine Elektrofachkraft verfügt über eine geeignete fachliche Ausbildung, um Gefahren, die von Elektrizität ausgehen können, zu erkennen und zu vermeiden (gemäß Europanorm EN 51110-1: 2008 09-01).

Ohne eine Ausbildung zur Elektrofachkraft dürfen Handwerker (m/w/d) innerhalb des eigenen Gewerkes nicht einmal kleinere elektrotechnische Arbeiten ausführen. Mit einer Qualifizierung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT) durch die DEKRA Akademie erhalten Mitarbeiter (m/w/d) in Betrieben das nötige Know-How und praktische Wissen, um derartige einfache elektrische Tätigkeiten selbst umsetzen zu können.

In der DGUV-Vorschrift 3 wird gefordert, dass Arbeiten an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln nur von Elektrofachkräften oder unter deren Leitung und Aufsicht durchgeführt werden. Normalerweise muss daher für jeden kleinen elektrischen Handgriff eine ausgebildete Elektrofachkraft vor Ort sein. Unternehmer (m/w/d) stehen häufig vor dem Problem, dass der Elektriker (m/w/d) nicht immer Zeit hat, wenn man ihn braucht. Auch ist oft nicht sicher, ob er den angegebenen Termin einhalten kann und es entstehen manchmal schwer zu kalkulierende Zusatzkosten.


Weiterbildungsangebote

Seminare für Privat- und Firmenkunden - Termine 2020:

Öffentlich-geförderte Lehrgänge 2020 für Arbeitssuchende/ Umschüler (m/w/d):

Termine Onlinetraining:


Die Elektrofachkraft für festgestellte Tätigkeiten nach BGV A3

Der Gesetzgeber hat diesem Bedürfnis der Handwerksbetriebe und Industrieunternehmen Rechnung getragen und in die Durchführungsanweisungen zu § 2 der DGUV-Vorschrift „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ (DGUV Vorschrift 3, bisherige BGV A3 bzw. VBG 4) den Begriff „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“ aufgenommen. Personen, die einen entsprechenden Elektrofachkraft-Lehrgang abgeschlossen haben, dürfen bestimmte, festgelegte Tätigkeiten gem. DGUV Grundsatz 303-001 (BGG 944) durchführen. Diese Tätigkeiten sind beschrieben als gleichartige, sich wiederholende Arbeiten an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln, die vom Unternehmer (m/w/d) betriebsspezifisch schriftlich zu definieren sind.

Mit einer Unterweisung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten nach BGV A3 dürfen Fachkräfte wie Tischler (m/w/d), Möbel-, Küchen- oder Heizungs-/Sanitärmonteure innerhalb des eigenen Gewerkes kleinere, einfache elektrotechnische Arbeiten ausführen. Es handelt sich dabei um Elektroarbeiten von untergeordneter Bedeutung im Niederspannungsbereich (im freigeschalteten Zustand). Dazu gehören z.B. die Lampenmontage oder der Austausch eines Fühlers an der Heizung. Größere Aktionen müssen weiterhin durch das Elektrohandwerk abgedeckt werden und sind nicht von EFKffT durchzuführen.


Elektrofachkraft: Lehrgang bei der DEKRA Akademie

Der Elektrofachkraft-Lehrgang der DEKRA Akademie besteht aus einem Basis- und einem Praxismodul, die auch separat gebucht werden können. Die jeweils fünftägigen Unterweisungen enden mit einem Zertifikat „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“ mit interner Prüfung durch die DEKRA Akademie (schriftlich und praktisch).

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten nach BGV A3 können Personen mit einem Mindestalter von 18 Jahren werden, die über die gesundheitliche Eignung und einen Berufsabschluss im technischen Bereich oder technisches Verständnis und elektrotechnische Grundkenntnisse verfügen.


Inhalte: Das EFKffT-Wissen

  • Grundlagen der Elektrotechnik
  • Gerätesicherheitsgesetz, Unfallverhütungsvorschriften, Sicherheitsregeln
  • Persönliche Schutzausrüstungen und Schutzmaßnahmen gegen direktes und indirektes Berühren unter Spannung stehender Teile
  • Unfallverhütung bei Arbeiten an Betriebsmitteln
  • Prüfung der Schutzmaßnahmen
  • Erste Hilfe und Unfallmeldung
  • Aufbau und Funktion elektrotechnischer Geräte und Baugruppen
  • Leitungen und Kabel, deren Kennzeichnung, Auswahl und Verarbeitung
  • Messgeräte, Werkzeuge und Hilfsmittel
  • Abgrenzung der selbständig durchzuführenden von den nicht erlaubten Arbeiten einer Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten
  • Praktische Übungen


Weitere Informationen

- Gesetzlich geregelte Qualifizierungen Training, Seminare und Beratung – unser Angebot (Blätterkatalog)
- Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten im Facility Management (Blätterkatalog)

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Sie erreichen uns unter der Telefonnummer +49.711.7861-3939 über unser Kontaktformular.

Häufig gestellte Fragen

Für was steht die Vorschrift DGUV V3?

Hinter der DGUV V3 verbirgt sich eine Vorschrift der Unfallversicherung. Diese den Umgang und das Arbeiten an und in der Nähe aller elektrischen Anlagen und Betriebsmittel, unabhängig von der Art und Höhe der herrschenden Spannung. Dabei verfolgt sie die Zielsetzung, dass die Geräte zuverlässig arbeiten. Dadurch sollen Unfälle und Verletzungen des an den Anlagen arbeitenden Personals vorgebeugt werden.

Wie lautet die Definition für EFKffT?

Die DGUV V3 definiert die Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten als Person, die aufgrund fachlicher Ausbildung, Kenntnis und Erfahrung, die die ihr übertragenen Aufgaben beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann.

Kann die Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten für die Ausbildung Bildungsurlaub beantragen?

Für die Ausbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten kann Bildungsurlaub beantragt werden. Der Antrag muss allerdings zwingend vor Besuch der Ausbildung erfolgen. Gerne helfen wir Ihnen diesbezüglich weiter.

Welche Kosten fallen für die Weiterbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten an?

Die Weiterbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten gliedert sich in ein Basis- und ein Praxismodul auf. Die Kosten belaufen sich auf:

Ist eine Kostenübernahme für die Weiterbildung als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten möglich?

Bei Beantragung von Bildungsurlaub liegt die Kostenübernahme der Ausbildung im Regelfall beim Arbeitnehmer. Da die Ausbildungsinhalte bzw. die Zertifizierung aber für die beruflichen Tätigkeiten benötigt wird, ist eine Kostenübernahme durch den Betrieb durchaus möglich.

Wie lange dauert die Weiterbildung bzw. Ausbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten?

Die Dauer der Weiterbildung hängt vom jeweiligen Grundmodul im handwerklichen Bereich ab:

Wie kann ich bzw. wer kann Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten werden?

Um die Aufgabe einer Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten übernehmen zu können, muss ein Mindestalter von 18 Jahren vorliegen. Zudem muss die gesundheitliche Eignung gegeben sein sowie ein Berufsabschluss im technischen Bereich oder eine gleichwertige berufliche Tätigkeit.

Ab wann muss eine Elektrofachkraft für festgestellte Tätigkeiten bestellt werden?

Die DGUV Regel 303-001 legt die Pflicht zur Bestellung einer Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten fest. Handwerksbetriebe dürfen demnach nach § 5 Fremdgewerbe ausführen, wenn diese mit dem eigenen Gewerk zusammenhängen oder dies wirtschaftlich ergänzen.

Andere Betriebe, die nicht unter das Handwerk fallen, müssen auch im Rahmen von Inbetriebnahmen, Instandhaltungen oder im Kundendienst elektrotechnische Tätigkeiten durchführen. Diese sind nach der BG-Vorschrift „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ (BGV A2, bisherige VBG 4) grundsätzlich Elektrofachkräften vorbehalten.

Da die Tätigkeiten vermehrt von Nichtelektrikern übernommen wird, fordert die BG-Vorschrift, dass diese Tätigkeiten nur von Elektrofachkräften oder unter deren Leitung bzw. Aufsicht durchgeführt werden dürfen. Die durchführenden Personen müssen allerdings über eine ausreichende Ausbildung, der zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten, verfügen.

Ab wann ist eine Weiterbildung bzw. Ausbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten Pflicht?

Jeder, der im Betrieb einfache Arbeiten an elektrischen Betriebsmitteln übernimmt und keine Elektrofachkraft ist, benötigt eine Ausbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten.

Welche Aufgaben hat bzw. was macht eine Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten?

Zu den Aufgaben der Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten zählen beispielsweise:

  • Anschluss einer Maschine oder eines Geräts
  • Abschalten des Stromkreises
  • Verlegen von Leitungen
  • Eigenmächtige Durchführung des Anschlusses

Was darf man als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten machen?

Festgelegte Tätigkeiten sind gleichartige, sich wiederholende elektrotechnische Arbeiten an Betriebsmitteln, die vom Unternehmen in einer Arbeitsanweisung festgelegt sind.

Wie lange ist die Weiterbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten gültig?

Die Weiterbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten behält ihre Gültigkeit unbefristet.

Ist eine Auffrischung bzw. Nachschulung als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten Pflicht?

Eine Nachschulung als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten ist nicht verpflichtend. Allerdings empfehlen wir eine regelmäßige Fortbildung und einen Austausch mit anderen Elektrofachkräften.

Welche Kosten fallen für die Prüfung bzw. Zertifizierung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten an?

Die Prüfung findet intern bei der DEKRA Akademie statt, somit sind die Kosten in den Kursgebühren enthalten.

Gibt es eine Prüfungsvorbereitung für Elektrofachkräfte für festgestellte Tätigkeiten?

Durch kleine Gruppen sowie unsere erfahrenen Trainer (m/w/d) sorgen wir dafür, dass die Teilnehmenden der Ausbildung zur Fachkraft für festgelegte Tätigkeiten die für sie optimale Betreuung zur Erreichung ihrer Ziele erhalten. So werden Sie bestens auf die Prüfung vorbereitet.

Wie lange dauert die Prüfung zur Elektrofachkraft für festgestellte Tätigkeiten?

Die Prüfung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten unterteilt sich in einen

  • Praktischen Teil mit UE
  • Und einen theoretischen Teil mit UE, der im Normalfall 60 Minuten dauert.

Prüfung zur Elektrofachkraft für festgestellte Tätigkeiten nicht bestanden, was nun?

Bei Nichtbestehen der Prüfung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten kann diese wiederholt werden.

Wie viel verdient eine Elektrofachkraft für festgestellte Tätigkeiten?

Da es sich bei der Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten um kein eigenständiges Berufsbild handelt, sondern um eine Zusatzqualifikation kann das Gehalt nicht objektiv festgelegt werden. Je nach Erfahrung und Führungsfunktionen kann das durchschnittliche Gehalt zwischen 2.700 und 4.200 Euro brutto pro Monat variieren.

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