Bildungsprämie für Angestellte

Bildungsprämie

Mit der Bildungsprämie will der Staat berufstätige Menschen motivieren, in die eigene berufliche Weiterentwicklung zu investieren. Das bundesweite Förderprogramm erstattet die Weiterbildungskosten bis zu 50 Prozent. Finanziert wird es aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Europäischen Sozialfonds. Die Bildungsprämie besteht entweder aus einem Prämiengutschein für eine Weiterbildung, die bis maximal 1.000 Euro kosten darf, oder einem Spargutschein für das „Weiterbildungssparen“. Beides kann auch miteinander kombiniert werden. Auch Arbeitnehmer in Mutterschutz, Eltern- oder Pflegezeit können gefördert werden. Der Prämiengutschein kann einmal pro Jahr beantragt werden.

Voraussetzungen sowie Höhe und Art der Förderung: Seit Juli 2017 ist die bislang gültige 1000 EUR-Grenze in den meisten Bundesländern aufgehoben. Dort ist der Prämiengutschein nun auch für Weiterbildungen einsetzbar, die mehr als 1000 EUR kosten. Von dieser Neuregelungen ausgenommen sind die Bundesländer: Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Dort gilt weiterhin die Obergrenze von 1.000 EUR je Weiterbildung inkl. Mehrwertsteuer.


Voraussetzungen

Die Bildungsprämie können Arbeitnehmer und Selbstständige erhalten, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen 20.000 Euro (40.000 Euro bei gemeinsam Veranlagten) nicht übersteigt. Voraussetzung ist ein Alter von mindestens 25 Jahren und eine Berufstätigkeit von mindestens 15 Stunden in der Woche. Die Kosten der angestrebten Weiterbildung dürfen nicht mehr als 1.000 Euro betragen. Der Prämiengutschein kann alle zwei Jahre neu beantragt werden. Der ausgewählte Weiterbildungsanbieter muss die Qualitätsansprüche der Bildungsprämie einhalten.

Das Weiterbildungssparen kommt für alle diejenigen infrage, die über ihren Betrieb vermögenswirksame Leistungen (nach dem Vermögensbildungsgesetz (VermBG)) angespart haben.


Förderziele

Weiterbildungsinteressierte können den Prämiengutschein für Weiterbildungen und Prüfungen einsetzen. Förderfähig sind alle Maßnahmen, die der individuellen beruflichen Weiterbildung dienen. Im Vordergrund stehen die persönlichen Bildungsinteressen – unabhängig von den Interessen des Arbeitgebers. Bei der Weiterbildung darf es sich nicht um eine betriebliche Fortbildungsmaßnahme handeln.


Höhe und Art der Förderung

Die Kursgebühren dürfen maximal 1.000 Euro betragen. Zusatzkosten, wie z. B. Anfahrt, Verpflegung oder Übernachtung, werden nicht angerechnet. Der Gutschein deckt die Weiterbildungsgebühren zu 50 Prozent bzw. bis zu maximal 500 Euro ab. Nach einem Beratungsgespräch in einem der 530 bundesweit eingerichteten Beratungsstellen wird der Prämiengutschein ausgestellt.

Der Spargutschein ist besonders für längere und kostenintensive Weiterbildungen geeignet. Das angesparte Guthaben nach dem Vermögensbildungsgesetz (VermBG) darf schon vor Ablauf der Sperrfrist entnommen werden, ohne dass die Arbeitnehmersparzulage verloren geht. Wichtig ist, dass das Geld für eine Weiterbildung verwendet werden muss. Prämiengutschein und Spargutschein dürfen zudem miteinander gekoppelt werden.


Ansprechpartner und weitere Informationen

Informationen zur Bildungsprämie und alle Adressen der Beratungsstellen im Bundesgebiet finden Sie unter:

www.bildungspraemie.info

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