BAuA: Zahl tödlicher Arbeitsunfälle steigt

Mann in PSA
© pkchai

Der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zufolge sind 2017 insgesamt 564 Personen am Arbeitsplatz ums Leben gekommen.

Das sind 7 Tote mehr als noch im Vorjahr. Allerdings ist laut Bundesanstalt die generelle Arbeitsunfallquote weiter gesunken. So kamen 2017 auf 1000 Beschäftigte rund 22,5 meldepflichtige Unfälle – 0,7 weniger als im Jahr 2016. Die Quote ergibt sich aus dem Verhältnis der Unglücke und der Zahl der Arbeitskräfte, die dem Risiko ausgesetzt sind.

Öfter ist es allerdings zu Wegeunfälle gekommen, die Beschäftigte auf dem Weg zur oder von der Arbeit erleiden: Hier verzeichnet die Bundesanstalt ein Plus von 4.755 Unfällen bei insgesamt 193.150 meldepflichtigen Vorfällen. Die Zahl der tödlichen Unglücke auf dem Arbeitsweg ist jedoch um rund 8,5 Prozent auf 286 Tote zurückgegangen.

Zu den am häufigsten gemeldeten Berufskrankheiten zählen wie schon im Vorjahr Hauterkrankungen. In den knapp 21.500 registrierten Fällen hat sich allerdings nur in 520 der Verdacht bestätigt. An zweiter Stelle stehen die rund 13.000 Verdachtsfälle von Schwerhörigkeit, von denen die Genossenschaften fast 6.900 anerkannt haben.

Darüber hinaus hat die Behörde mehr als 20.000 Beschäftigte nach Faktoren befragt, die sie bei ihrer Tätigkeit beeinträchtigen. So empfinden 15 Prozent aller männlichen und 14 Prozent weiblichen Mitarbeiter Lärm als besonders belastend. Weitere 14 Prozent aller Männer beziehungsweise 13 Prozent aller Frauen stört es, ihre Tätigkeit im Stehen zu verrichten.

Das Magazin der BAuA richtet sich nicht nur an Praktiker, die in ihrem Betrieb für die Arbeitssicherheit verantwortlich sind. Auch der breiten Öffentlichkeit bietet die Broschüre interessante Informationen zu Themen wie zum Beispiel dem demographischen Wandel oder der Arbeitswelt 4.0.

Arbeitswelt im Wandel: Zahlen - Daten - Fakten (2019), (PDF, 9 MB)


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