DEKRA Aviation Tage 2018

Weiterbildung & Fortbildung

Betreuungskräfte, Betreuungsassistenten oder Alltagsbegleiter

Mit der Betreuungskräfterichtlinie von 2008 wurde in allen voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen der Weg für zusätzliche Betreuungskräfte geebnet. Häufig auch als Alltagsbegleiter oder Betreuungsassistenten betitelt, begleiten diese Betreuungskräfte pflegebedürftige Personen. Davon zu unterscheiden sind Pflegehelfer.


Betreuungsassistent – Ausbildung

Um als Betreuungskraft tätig sein zu können, ist eine Berufsausbildung notwendig. Die Betreuungsassistenten-Ausbildung behandelt die Teilbereiche Aktivierung, Betreuung und Kommunikation. Unterschieden werden dabei:

  • Zusätzliche Betreuungskraft § 53c SGB XI (1 Monat Theorie)
  • Betreuungskraft nach § 53c SGB XI (DEKRA) (2 Monate Theorie)
  • Betreuungsassistent/-in nach § 53c SGB XI (DEKRA) (3 Monate Theorie)

Hier finden Sie alle weiterführenden Informationen zum Berufsbild und zur Qualifikation eines Betreuungsassistenten. Eine Übersicht über die Seminare der DEKRA Akademie finden Sie hier:

Öffentlich-geförderte Lehrgänge - Termine:
Zusätzliche Betreuungskraft nach § 53c SGB XI
Betreuungsassistent (DEKRA) nach § 53c SGB XI (m/w/d)
Geprüfter Betreuungsassistent (DEKRA) nach § 53c SGB XI (m/w/d)

Weitere Pflichtfortbildungen für Betreuungsassistenten


Was ist eine Betreuungskraft?

Neben professioneller Pflege ist es Pflegeheimen und Seniorenresidenzen immer wichtiger auch eine wertschätzende Begleitung zu ermöglichen. Mit einer Ausbildung, die sich nach der “Betreuungskräfte-Richtlinie nach § 53c“ orientiert, können Sie diese Begleitung übernehmen. Gerade bei der Arbeit mit Menschen mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, psychischen Erkrankungen, geistigen oder körperlichen Behinderungen sind Betreuungskräfte und Betreuungsassistenten immer stärker gefragt.


Was bedeutet 53c?

Für den Einsatz einer Betreuungskraft 53c hat der Spitzenverband Bund der Pflegekassen Richtlinien zur Qualifikation und zu den Aufgaben der stationären Pflegeeinrichtungen verabschiedet. Diese Richtlinien nach § 53 c SGB XI zur Qualifikation und zu den Aufgaben zusätzlicher Betreuungskräfte beschreiben die Anforderungen, um diesen Beruf ausüben zu können.


Wie lange dauert die Ausbildung zur Betreuungskraft?

In der Betreuungskräfte-Richtlinie ist eine Mindeststundenzahl von 160 Unterrichtstunden und ein zweiwöchiges Pflichtpraktikum genannt. Diesen Mindestanforderungen entspricht die Ausbildung zur zusätzlichen Betreuungskraft. Viele Pflegeeinrichtungen begrüßen es, wenn die Betreuungskräfte mehr Kenntnisse mitbringen als nur die Mindeststundenzahl.

Bei der DEKRA Akademie setzt sich daher die Qualifikation zur Betreuungskraft aus 2 Monaten Theorie und einem 4-wöchigen Betriebspraktikum zusammen. Die Betreuungsassistenten-Ausbildung ist am umfangsreichsten und dauert 3 Monate - also einen Monat länger in der Theorie.

Durch die verlängerte theoretische Ausbildungszeit werden je nach Qualifikation wichtige, praxisrelevante Themen vertieft. Alle Qualifikationen behandeln aber die folgenden Themenbereiche:

  • Kommunikation und Interaktion
  • Grundkenntnisse der Pflege und Pflegedokumentation, Erste Hilfe und Demenzerkrankungen
  • Rechtskunde
  • Hauswirtschaft und Ernährungslehre
  • Beschäftigungsmöglichkeiten und Freizeitgestaltung


Was muss eine Betreuungskraft alles machen bzw. was sind die Aufgaben eines Alltagsbetreuers?

Betreuungskräfte nach § 53c ermöglichen vor allem die zusätzliche Betreuung und Aktivierung der Bewohner einer Pflegeeinrichtung. Der Fokus liegt hierbei auf der Motivation, Betreuung und Begleitung im Alltag. Sie unterstützen zum Beispiel:

  • beim Malen, Basteln oder bei leichter Gartenarbeit oder Handwerksarbeiten
  • beim Füttern und Pflegen von Haustieren
  • durch Begleitung zu kulturellen Veranstaltungen oder Spaziergängen
  • beim Kochen und Backen, Musizieren, Lesen oder durch Vorlesen
  • beim Gang zum Friedhof oder in die Kirche


Was verdient man als Betreuungskraft?

Je nach Bundesland und Träger der Einrichtung liegt der Stundenlohn einer Betreuungskraft bzw. eines Alltagsbetreuers zwischen 10 und 11 Euro brutto. Dadurch ergibt sich bei 160 Arbeitsstunden ein Monats-Brutto-Lohn zwischen 1.688 und 1.768 Euro.

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