Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS)

Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) zielt darauf ab, Menschen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Mit dem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) bescheinigt die Agentur für Arbeit das Vorliegen der Fördervoraussetzungen für eine oder mehrere Maßnahmen. Der Gutschein enthält das Maßnahmenziel und beschreibt den Maßnahmeninhalt sowie eine Förderzusage. Diese kann zeitlich befristet oder regional beschränkt sein. Mit der Förderzusage kann sich der Gutscheininhaber selber einen oder mehrere als Maßnahmenträger zugelassene Arbeitsvermittler suchen. Nach erfolgreicher Vermittlung rechnet der Arbeitsvermittler sein Honorar direkt mit der Agentur für Arbeit ab.


Voraussetzungen

Einen Rechtsanspruch auf einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) haben Arbeitslose, die „Arbeitslosengeld 1“ beziehen, nach einer Wartezeit von sechs Wochen Arbeitslosigkeit innerhalb der letzten drei Monate. Alle anderen Arbeitssuchenden haben nur Anspruch nach Ermessen.

Der Gutschein kann auch als Fördermaßnahme mit dem Ziel der Selbstständigkeit erteilt werden. Zu dem förderfähigen Personenkreis zählen auch Ausbildungssuchende, von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitssuchende und Arbeitslose. Das können auch Berufsrückkehrende, Hochschulabsolventen und Selbstständige sein.


Förderziel

Der Gutschein enthält Festlegungen, für welche Maßnahmen der Gutschein gelten soll. Das kann beispielsweise die Teilnahme an einer Maßnahme zur Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sein. Zentrales Ziel ist die Vermittlung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung durch einen privaten Arbeitsvermittler.


Höhe und Art der Förderung

Die Förderung durch den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) bezieht sich auf Maßnahmen zur Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen. Es kann z. B. ein Bewerbungstraining oder ein Fremdsprachenkurs sein oder auch die Vorbereitung auf eine selbstständige Tätigkeit. Die Vermittlung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung kann ebenso gefördert werden wie eine betriebliche Maßnahme von bis zu sechs Wochen bei einem Arbeitgeber zur Stabilisierung einer Beschäftigungsaufnahme (AVGS MAG). Ist die Vermittlung erfolgreich abgeschlossen, erhält der private Arbeitsvermittler vom Arbeitssuchenden das Original des Gutscheines. Damit rechnet er sein Honorar direkt mit der Agentur für Arbeit ab.

Eine Übersicht der zugelassenen Angebote finden Sie in Kursnet.


Ansprechpartner und weitere Informationen

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