BIBB-Präsident betont Notwendigkeit der Weiterbildung

BIBB-Präsident betont Notwendigkeit der Weiterbildung (© BIBB)
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Im Interview mit dem Portal „Learning Insights“ spricht Professor Dr. Friedrich Hubert Esser über die berufliche Weiterbildung in der Arbeitswelt 4.0.

Im Gespräch stellt der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) unter anderem fest, dass das fachliche Anforderungsniveau in vielen Berufen komplexer werde und sich nicht mehr nur auf ein Fachgebiet beschränke. Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik beispielsweise müssten sich zunehmend mit elektrotechnischen Sachverhalten beschäftigen, weil Smart Home-Konzepte immer beliebter würden. Dies könne jedoch nicht die alleinige Aufgabe der Ausbildung sein, sondern müsse vielmehr als Teil von beruflicher Fort- und Weiterbildung gefördert werden, so Esser.

Laut dem BIBB-Präsidenten sei dafür eine gute Lernfähigkeit sowie die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen notwendig. Dies müsse allerdings in betrieblichen Kontexten stärker thematisiert und als klares didaktisches Ziel definiert werden.

In einigen großen Firmen würden Arbeitsprozesse bereits durch Assistenzsysteme unterstützt. Professor Esser prognostiziert, dass sich durch solche Methodiken das Zusammenspiel von Arbeiten und Lernen, und damit auch die Akzeptanz für berufliche Weiterbildung, in Zukunft steigern werde.

Professor Dr. Friedrich Hubert Esser ist seit 2011 Leiter des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), zuvor leitete er von 2005 bis 2011 die Abteilung „Berufliche Bildung“ beim Zentralverband des Deutschen Handwerks. Außerdem ist er seit 2005 Honorarprofessor an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln.

Weiterbildung in der Arbeitswelt 4.0 - Wie sieht sie in Zukunft aus?

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