Neue Maßnahmen gegen den Pflegenotstand geplant

Pflegenotstand © Robert Kneschke, fotolia
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die ambulante Pflege auch für Betreuungsdienste öffnen.

Bisher können ambulante Betreuungsdienste nur bestimmte Pflegeleistungen übernehmen. Wenn es nach dem Gesundheitsminister geht, sollen sie jedoch zukünftig auch die sogenannten nichtkörperbezogenen Leistungen anbieten. Betreuerinnen und Betreuer könnten dann Pflegedürftigen zusätzlich Bücher vorlesen, mit ihnen Spaziergänge machen oder ihnen im Haushalt helfen – alles Tätigkeiten, die bisher nur professionelle Pflegefachkräfte durchführen dürfen.

Konkret erlaubt Spahns Vorstoß, dass auch Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Sozialbereich in der Pflege arbeiten können. Dazu zählen beispielsweise Alten- und Ergotherapeuten sowie Sozialarbeiter. Insbesondere in ländlichen Gebieten ließen sich so bestehende Versorgungslücken bei der Pflege von älteren Menschen und Patienten schließen.

Der Fachkräftemangel im Gesundheitssektor ist seit längerem Gegenstand politischer Debatten. Um ihn zu entschärfen, fordern Politiker unter anderem, die Löhne von Beschäftigten in Pflegeberufen zu erhöhen. Das werte das Berufsbild auf und mache es für Arbeitnehmer attraktiver. Darüber hinaus sei es sinnvoll und notwendig, auch Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben.

Bundesgesundheitsministerium (BMG): Konzertierte Aktion Pflege

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