Mindestlohnerhöhung für Beschäftigte in der Altenpflege

Mindestlohnerhöhung für Beschäftigte in der Altenpflege (© Rido - Adobe Stock)
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Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat angekündigt, dass der Mindestlohn für Pflegekräfte in der Altenpflege bis 2022 stufenweise steigen wird.

Den Plan dafür hat eine achtköpfige Pflegekommission aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern der Pflegebranche entwickelt. Der Mindestlohn soll dabei in den nächsten zwei Jahren schrittweise erhöht werden. So soll er für Pflegehilfskräfte ab dem 1. Juli 2020 auf 11,20 Euro im Osten beziehungsweise 11,60 Euro im Westen ansteigen. Ab dem 1. April 2022 sollen dann bundeseinheitlich 12,55 Euro gelten. Für qualifizierte Pflegehilfskräfte gilt ab dem 1. April 2021 ein Mindestlohn von 12,20 Euro pro Stunde im Osten, während im Westen 12,50 Euro geplant sind. Bis zum 1. September 2021 ist auch hier eine Ost-West-Angleichung auf 12,50 Euro pro Stunde vorgesehen, die zum 1. April 2022 noch auf 13,20 Euro angehoben wird. Für Pflegefachkräfte ist ebenfalls ein einheitlicher Mindestlohn von 15,00 Euro pro Stunde beabsichtigt. Dieser soll ab dem 1. Juli 2021 gelten und ab dem 1. April 2022 auf 15,40 Euro steigen.

Außerdem sollen Pflegebeschäftigte einen Anspruch auf mehr bezahlten Urlaub erhalten. 2020 gibt es bei einer 5-Tage-Woche fünf zusätzliche Tage. In den nächsten beiden Jahren soll er jeweils sechs Tage betragen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil ist erfreut über das Ergebnis der Pflegekommission: „Beschäftigte in der Pflege können nicht nur mit einer Anhebung des Mindestlohns rechnen. Das Ergebnis bereitet auch den Weg, die längst überkommenen unterschiedlichen Pflegemindestlöhne in Ost- und Westdeutschland zu überwinden und zu einem einheitlichen, bundesweit geltenden Mindestlohn zu kommen.“

Pressemitteilung des BMAS: Höhere Mindestlöhne für Beschäftigte in der Altenpflege

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