DIHK fordert mehr Einsatz bei Windkraft

DIHK fordert mehr Einsatz bei Windkraft (© Space-kraft - Adobe Stock)
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Wie der DIHK mitteilt, hat sich der Ausbau von Windkraftkapazitäten im Vergleich zum Vorjahr verlangsamt und müsse nun neu belebt werden.

Im ersten Halbjahr 2019 seien dabei nur Kapazitäten von 280 Megawatt neu errichtet worden. Dies entspricht etwa einem Zehntel der Windkraftkapazitäten, die im letzten Jahr geschaffen wurden. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK) sieht hier Nachholbedarf, um das Klimaziel für 2030 zu erreichen. So müssten jeden Tag fünf neue Anlagen geschaffen werden, mit jeweils 3 Megawatt Leistung, und nicht alle zwei Tage eine. Nur so ließe sich der Energiebedarf zu 65 Prozent aus erneuerbaren Quellen decken, wie das Klimaziel anstrebt.

Dies sei auch für die Wirtschaft von Interesse. Deutschland will bis 2022 keine Energie aus Kernkraftwerken mehr beziehen, bis 2038 soll auch Kohle nicht mehr zur Stromversorgung genutzt werden. Um dann die Energieversorgung zu sichern, müsse die Windkraft einen „signifikanten Beitrag“ zum inländisch produzierten Strom liefern, so der DIHK.

Daher sei es wichtig, das Wachstum der Windkraft in Deutschland wieder anzukurbeln. Der DIHK hat dazu nun sechs konkrete Vorschläge formuliert. Zum Beispiel müsse man das Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen und bundesweit einheitliche Regeln für Abstände zur Wohnbebauung schaffen. Außerdem sei eine Auseinandersetzung mit dem Thema Flächenkonkurrenzen sowie ein stärkerer Ausbau von Wind im Wald nötig. Dazu kommt eine flexible Gestaltung der Auktionsvolumina und eine Beschleunigung des Zubaus von Photovoltaik.

Pressemitteilung des Deutschen Industrie- und Handelskammertag

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