Logistikbranche: Schutz gegen Cyberkriminelle

Hacker am Laptop
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Die Internationale Föderation der Spediteurorganisationen (FIATA) hat einen Leitfaden mit Tipps gegen Internetkriminalität veröffentlicht.

Dem Digitalverband bitkom zufolge waren sieben von zehn Industrieunternehmen in den Jahren 2016 und 2017 Opfer von digitaler Sabotage, Spionage oder Datendiebstahl. Der Gesamtschaden belief sich dabei auf insgesamt 43,4 Milliarden Euro. Auch Firmen aus dem Transport- und Logistiksektor können in das Visier von Datenräubern geraten, da in Zukunft beispielsweise der digitale Frachtbrief (eCMR) zum Einsatz kommen soll. Um Betriebe zu sensibilisieren, hat der internationale Verband FIATA nun eine praxisnahe Broschüre erstellt.

So empfiehlt der Logistikvereinigung zunächst, Schwachstellen in den jeweiligen IT-Abteilungen auszumachen. Darüber hinaus sollten Betriebe geltende technische Sicherheitsstandards übernehmen, zum Beispiel die Normen der ISO/IEC 27000-Serie. Weitere Maßnahmen sind unter anderem der Einsatz von schützenden Firewalls und aktueller Antivirensoftware. Gleichzeitig ist es wichtig, Mitarbeiter über Standards der Informationssicherheit zu unterweisen, beispielsweise zur Wahl eines sicheren Passworts. Für den Notfall sollte der Unternehmer zudem ein Team aufstellen, das einen möglichen Angriff schnell unter Kontrolle bringen kann.

Zu Cybergefahren für Betriebe der Transportbranche zählen unter anderem der Diebstahl von Kunden- und Mitarbeiterdaten oder das Übergehen von Sicherheitseinrichtungen von Lägern. In der Vergangenheit kam es allerdings auch schon zu Angriffen auf Containerschiff-Reedereien, bei denen die Kriminellen spezielle Schadsoftware, sogenannte Malware, einsetzten.

Broschüre „Prevention of Cybercrime“ (Englisch)

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