Ausbildung: Mehr Unterstützung für junge Geflüchtete

Ausbildung: Mehr Unterstützung für junge Geflüchtete (© Daniel Ernst - stock.adobe.com)
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Ein Forschungsprojekt des IAB-Forums zeigt, dass junge Geflüchtete während der Corona-Pandemie besondere Unterstützung bei der beruflichen Integration benötigen.

Seit 2008 wurde das Ausbildungssystem nach und nach für Geflüchtete geöffnet. Ein Forschungsprojekt des Magazins des Instituts für Arbeitsmarktforschung (IAB-Forum) weist jedoch darauf hin, dass eine Ausbildung für junge Geflüchtete nach wie vor mit vielen Herausforderungen verbunden ist.


Unterschiedliche Probleme

Das Projekt nennt einige Faktoren, die Geflüchtete davon abhalten, eine Ausbildung zu beginnen. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge seien oft sehr motiviert, die Sprache zu lernen und einen guten Abschluss zu erwerben. Von ihren Familien in ihren Heimatländern würden sie anschließend aber häufig unter Druck gesetzt, Geld zu verdienen, wodurch sie sich gegen eine Ausbildung entscheiden. Junge Geflüchtete, die in einer Familie leben, müssten hingegen häufig als „Familienmanager“ agieren, da sie durch den Schulbesuch besser Deutsch sprechen als ihre Eltern. Diese Rolle zu erfüllen, sei sehr zeit- und kraftaufwändig.


Mangelnde Unterstützungsangebote

Es gibt umfassende Betreuungsangebote für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Diese Angebote enden jedoch häufig mit der Volljährigkeit. Junge Menschen, die in ihren Familien leben, haben zudem oft gar keinen Zugang zu diesen Angeboten. Deshalb sei in den letzten Jahren das Angebot durch ehrenamtliche Helfer (m/w/d) eine große Unterstützung gewesen. Viele Helfer (m/w/d) konnten ihre Tätigkeit während der Pandemie jedoch nicht fortführen, da sie zur Risikogruppe zählen. Dies zeige wie wichtig intakte professionelle Unterstützungsstrukturen seien.


Informationen und Angebote der DEKRA Akademie

Pressemitteilung des IAB-Forum

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