Ausbildung der Pflegeberufe wird reformiert

©Peter Atkins – fotolia.com
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Die geplanten Änderungen sollen die Berufsbilder attraktiver machen, um dem Mangel an Fachkräften in der alternden Bevölkerung entgegenzuwirken.

Ab 2019 sollen die Auszubildenden der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege für die ersten zwei Jahre eine gemeinsame sogenannte genreralistische Ausbildung absolvieren. Darauf hat sich jetzt die Regierungskoalition nach mehr als einjährigen Beratungen geeinigt. Die Azubis können dann entweder den Abschluss des Pflegeassistenten erwerben oder sich im Anschluss daran nochmals spezialisieren. Einen Einzelabschluss in der Krankenpflege wird es nicht mehr geben. Fachkräfte mit der neuen Ausbildung, die dann einen Schwerpunkt in der Kranken-, Alten- oder Kinderkrankenpflege haben, sollen künftig in allen drei Berufsfeldern einsetzbar sein.

Zudem plant die Regierung, die Ausbildung über einen Fonds zu finanzieren. Die in mehreren Bundesländern üblichen Schulgebühren entfallen dadurch. Eigentlich sollten Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege zu einem einheitlichen Berufsbild zusammengeführt werden. Dies sah ein älterer Gesetzentwurf vor, den das Kabinett schon Anfang des vergangenen Jahres beschlossen hatte. Eine Sorge war jedoch, dass das Niveau bei der Altenpflege so steigt, dass Hauptschüler außen vor geblieben wären. Die Reformen im Gesundheitsbereich seien dringend nötig, um mehr qualifiziertes Personal für die Altenpflege zu gewinnen. Fachleute gehen davon aus, dass es bis zum Jahr 2030 mehr als 3,5 Millionen Pflegebedürftige geben wird, was mit dem jetzigen Angebot von Pflegekräften nicht abzudecken sei.

Gesetzentwurf zur Reform der Pflegeausbildung


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