Umfrage zur Digitalisierung der Pflegebranche

Digitaler Dokotor haelt Instrument
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Einer Analyse des Digitalverbands Bitkom zufolge sehen viele Deutsche noch Verbesserungsbedarf bei der digitalen Pflege.

Moderne Technologien können die Pflegebedingungen nicht nur für hilfsbedürftige Personen, sondern auch für das Pflegepersonal nachhaltig verbessern. Beispiele hierfür sind Videosprechstunden, Pflegeroboter oder smarte Möbel, die Pflegekräfte umgehend über Stürze von Patientinnen und Patienten informieren. Nicht wenige der digitalen Innovationen stammen aus Deutschland. Trotzdem glauben laut der Bitkom-Erhebung gut 90 Prozent der Bevölkerung, dass die Bundesrepublik im Bereich Pflege 4.0 im internationalen Vergleich hinterherhinkt.

Gleichzeitig sind über 50 Prozent der Umfrageteilnehmenden der Meinung, dass der zunehmende technische Fortschritt den Fachkräftemangel im Pflegesektor abmildern könnte. So sind im Januar 2019 nach aktuellen Schätzungen mindestens 38.000 Stellen in der Branche offen geblieben. Um diese Lücke zu schließen, suchen inzwischen viele Unternehmen vermehrt auch in europäischen Mitglied- und Drittstaaten nach passendem Personal. Eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen mittels digitaler Hilfsmittel könnte dazu beitragen, die Situation zu entschärfen.

Darüber hinaus will die Bundesregierung mit der erst kürzlich vorgestellten „Ausbildungsoffensive Pflege“ (KAP) den Pflegeberuf wieder attraktiver gestalten, um mehr Menschen für diese Arbeit zu begeistern. Zu den geplanten Maßnahmen gehört unter anderem eine Anpassung der Lehrinhalte. Innerhalb derer wollen die Verantwortlichen insbesondere die durch die Digitalisierung entstehenden Anforderungen berücksichtigen.

Die repräsentative Umfrage hat Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt. Für die Studie haben die Marktforscher 1.004 Deutsche ab 18 Jahren zum Stand der Digitalisierung der Pflege befragt.

Vollständige Bitkom-Studie „Digitalisierung in der Pflege“

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