Neuer Bericht zur beruflichen Bildung erschienen

Ausbilder erklärt einem Auszubildenden einen Arbeitschritt, © auremar - Fotolia
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Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat unter dem Motto „Berufliche Bildung gestalten – Chancen nutzen“ seinen Jahresbericht für 2016 veröffentlicht.

Im Fokus der Publikation stehen die aktuellen Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt. Dazu gehören die Digitalisierung, der Trend zur Akademisierung, zunehmende Besetzungs- und Versorgungsprobleme sowie die Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund. Zu diesem Zweck haben die BIBB-Forscher die Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Jahr ausgewertet und auf dieser Basis prognostiziert, wie sich die genannten Aspekte zukünftig weiter entwickeln.

Dabei zeigt sich, dass die Beschäftigungsquote stabil ist und es eine hohe Anzahl nicht besetzter Stellen gibt. Gleichzeitig sind immer weniger Unternehmen bereit, selbst auszubilden. Das gilt insbesondere für kleine und mittlere Betriebe. Daher erwarten die Bildungsexperten bis 2035 wachsende Engpässe, wenn es darum geht, offene Positionen passend zu besetzen. Auch gehen sie davon aus, dass sich die Qualifikations- und Bildungsstruktur der Erwerbstätigen in Deutschland weiter in Richtung Studium verschiebt. Darüber hinaus zeigt der Jahresbericht, dass vor allem das lebenslange Lernen in Form beruflicher Weiterbildungen an Bedeutung gewinnt. Gleiches gilt für die Digitalisierung, die den BIBB-Forschern zufolge als Chance begriffen werden sollte, um bestehende Berufsbilder zu modernisieren.

Ein weiterer Schwerpunkt der Publikation ist die Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund in den deutschen Arbeitsmarkt. Bei dieser Personengruppe stehen vor allem sprachliche und berufliche Qualifizierungen im Vordergrund. Ein Kernthema ist hierbei die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Aber auch Wege, Sprachkenntnisse praxisnah und berufsbezogen zu vermitteln, thematisiert der Bericht.

Institut für Berufsbildung: Jahresbericht 2016 (PDF, 6,6 MB)

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