Bauboom sorgt für Anstieg tödlicher Arbeitsunfälle

Dachdecker auf Dach
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Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist der deutsche Bausektor 2018 so stark wie seit 24 Jahren nicht mehr gewachsen.

So sind alleine im Dezember 2018 Aufträge im Wert von insgesamt 7,3 Milliarden Euro bei den Bauunternehmen eingegangen. Das sind 6,1 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahresmonat und gleichzeitig so viele wie noch nie im letzten Monat des Jahres. Das Volumen aller Anfragen hat 2018 in Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten bei rund 79,5 Millionen Euro gelegen.

Gerade in Zeiten eines Immobilienbooms häufen sich jedoch Arbeitsunfälle auf Baustellen. So sind der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) zufolge 2017 insgesamt 88 Personen tödlich bei Bauarbeiten verunglückt – 15 Menschen mehr als im Vorjahr. Die häufigste Ursache sind dabei Abstürze, die schon bei geringer Fallhöhe tödlich enden können.

Um Unglücke dieser Art zu verhindern, unterstützt die Berufsgenossenschaft Unternehmen, die die Sicherheit am Arbeitsplatz weiter erhöhen wollen. Planen Betriebe zum Beispiel, Bautreppen, Podestleitern, Industriehelme oder Höhensicherungsgeräte anzuschaffen, können sie dafür Zuschüsse und Prämien beantragen.

Einen Überblick über sämtliche förderfähigen Maßnahmen für 2019 gibt der aktuelle Arbeitsschutzprämienkatalog. Neben Vorkehrungen gegen Abstürze fördert die BG BAU auch Sicherheitssysteme gegen Staub und Gefahrstoffe, Zusatzausrüstungen für Baumaschinen oder die Qualifikation von Beschäftigen.

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