Binnenschifffahrt: Niedrigwasser schränkt Güterverkehr ein

Binnenschifffahrt: niedrige Wasserstände (© filmbildfabrik.de - Adobe Stock)
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Laut dem Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB), kann auf der Donau aktuell nur rund ein Viertel der möglichen Ladungsmenge transportiert werden.

In den letzten Jahren ist es bereits mehrfach zu besorgniserregend niedrigen Wasserständen an Deutschlands Flüssen gekommen. Derzeit ist die Donau von extremem Niedrigwasser betroffen. Am Pegel Pfelling zwischen Regensburg und Passau wird zwischenzeitlich nur noch ein Wasserstand von rund 2,40 Metern gemessen. Zum Vergleich: der historische Tiefstand beträgt dort 2,28 Meter. Normalerweise benötigt ein voll beladenes Güterbinnenschiff mit 110 Metern Länge jedoch einen Stand zwischen 3,60 und 3,80 Metern.


Drei Viertel der Ladung müssen entladen werden

Das Niedrigwasser hat große Auswirkungen auf den Güterverkehr. Von den 1.600 Tonnen Fracht, die ein solches Schiff bestenfalls transportieren kann, könne aktuell nur etwa ein Viertel aufgenommen werden. Die restlichen 1.200 Tonnen müssen an Häfen entladen werden, was zu hohen Umschlagsgebühren führe. Zudem gefährde ein niedriger Wasserstand nicht nur die langfristige Planungssicherheit der Branche, sondern auch die Versorgung der Industrie.


Flussbauliche Maßnahmen als Lösungsansatz

Um den Auswirkungen von extremem Niedrigwasser entgegen zu wirken, müsse man effektive flussbauliche Maßnahmen umsetzen, so der Verband. Dies sei in den letzten Jahren jedoch nur langsam vorangegangen. Zum Beispiel habe sich das Bayerische Kabinett bereits 2013 für einen Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen entschieden. Bislang wurde dieser allerdings noch nicht umgesetzt.


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Pressemitteilung des BDB


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