Pflegenotstand: 13.000 neue Stellen geplant

Pflegerin und ältere Frau lachen © Photographee.eu - fotolia
Quelle: Photographee.eu - fotolia

Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will mit einem Sofortprogramm die Arbeitssituation von Pflegekräften verbessern und den Beruf attraktiver machen.

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland liegt aktuell bei 3,46 Millionen und wächst weiter an. Um den Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu decken, will der CDU-Gesundheitsminister neue Stellen schaffen und Beschäftigte mit zusätzlichen Angeboten unterstützen. Das bedeutet, dass vollstationäre Einrichtungen mit bis zu 40 Bewohnern eine halbe Pflegestelle erhalten, bei 41 bis 80 Personen eine Stelle, bei 81 bis 120 Pflegebedürftigen eineinhalb und bei mehr als 120 zu Betreuenden zwei.

Darüber hinaus ist angedacht, mithilfe von gesetzlich festgelegten Personaluntergrenzen Versorgungsengpässe in Krankenhäusern und Seniorenresidenzen zu verhindern. Das Programm, das am 1. Januar 2019 in Kraft treten soll, sieht außerdem mehr Lohn für Beschäftigte und Auszubildende vor. Die Kosten hierfür belaufen sich auf eine Milliarde Euro. Laut Spahn kommen dafür nicht die Pflegekassen auf, sondern die Krankenkassen mithilfe ihrer Rücklagen.

Um die Arbeit in der Kranken- und Altenpflege attraktiver zu gestalten, sollen Beschäftigte bei bürokratischen Aufgaben in Zukunft digitale Lösungen einsetzen. Diese können die Belegschaft z. B. bei der Pflegedokumentation, Zusammenarbeit und Dienstplanung entlasten. Geplant sind außerdem Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie zur Gesundheitsförderungen der Mitarbeiter. Hierfür stellen die Krankenkassen 70 Millionen Euro bereit.

BMG Eckpunktepapier: „Sofortprogramm Kranken- und Altenpflege“ (PDF, 191 KB)

Informationen und Angebote der DEKRA Akademie

Sie haben weitere Fragen?

Tel.: +49.711.7861-3939
Fax: +49.711.7861-2655

E-Mail: