Mehr Arbeitssicherheit durch virtuelle Baustellenplanung

Bauarbeiter mit Laptop vor Baugerüst, © industrieblick - Fotolia
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Ein neues Forschungsprojekt soll es ermöglichen, Unfallrisiken auf Baustellen bereits vorab anhand eines virtuellen Modells zu ermitteln.

Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum (RUB) entwickeln derzeit gemeinsam mit Partnern aus der Industrie eine digitale Plattform, mit der Unternehmen den Arbeitsschutz besser planen und steuern sowie die notwendigen Schulungen veranlassen können. Einer der Schwerpunkte des Projektes ist der Arbeits- und Gesundheitsschutz auf Baustellen. Ziel ist es, Gefahrenquellen vorab anhand eines virtuellen Modells ausfindig zu machen. Die so gewonnenen Informationen sollen dann dazu beitragen, die vorhandenen Risiken bereits vor Baubeginn zu entschärfen. Hintergrund ist, dass sich fast 40 Prozent aller in Deutschland gemeldeten tödlichen Arbeitsunfälle auf dem Bau ereignen. Ursache ist zumeist die unsachgemäße Handhabung von Geräten oder der Umgang mit den eingesetzten Baumaschinen.

Plan der Forscher ist es daher, die Möglichkeiten einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt dafür zu nutzen, den Arbeitsschutz zu verbessern. Hierzu entwickeln sie ein Programm, mit dem sich ein virtuelles Modell der Baustelle inklusive des geplanten Bauwerks erstellen lässt. Dabei bezieht die Anwendung alle vorhandenen Informationen über Arbeitsprozesse, Baugeräte und -maschinen sowie über die eingesetzten Materialien und Mitarbeiter mit ein. So wird sichtbar, welche Arbeitsschritte mit welchen Arbeitsmitteln wo und wann erfolgen. Mittels der Online-Plattform können Bauunternehmen dann ihre Arbeitsschutzplanung überprüfen und geeignete digitale Schulungsunterlagen bereitstellen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben mit rund 1,5 Millionen Euro für drei Jahre.

Pressemitteilung der Ruhr-Universität Bochum

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