Berlin testet neuartige Schnellladestationen für Busse

Bus an Siemens-Ladestation, © Siemens & Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)
© Siemens & Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)

Die Technische Universität Berlin experimentiert derzeit mit Schnellladestationen für Kraftomnibusse, die Strom nicht nur abgeben, sondern auch aufnehmen können.

Wie der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) berichtet, will die TU Berlin herausfinden, ob E-Busse neben ihrem positiven Effekt für die Umwelt auch dazu beitragen können, eine stabile Energieversorgung zu gewährleisten. So können die Ladestationen bei einem Stromüberangebot die Fahrzeuge aufladen und bei einem Mangel Energie in das Stromnetz zurückspeisen. Beteiligt an dem Projekt, für das der Forschungscampus Mobility2Grid (M2G) des Europäischen Energieforums (EUREF) der Technischen Universität Berlin zuständig ist, sind neben den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) die Unternehmen Siemens und Schneider Electric. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

In der Praxis verschaffen die Schnellladestationen den Bussen immer ausreichend Energie, um die jeweils nächste Haltestelle zu erreichen. Hierzu startet der Fahrer den Vorgang via WLAN, parkt das Fahrzeug an einer der Stationen und verwendet die Handbremse, wodurch sich der Ladearm senkt. Währenddessen können die Fahrgäste normal ein- und aussteigen. Dabei ist das System mit den Modellen unterschiedlicher Fahrzeughersteller kompatibel und entspricht der internationalen Norm ISO 15118. Derzeit ist die Technologie bereits in Schweden, Norwegen und Kanada im Einsatz. Darüber hinaus gehen 40 der von Siemens produzierten E-Tankstellen an die dänische Verkehrsbehörde „Movia“, die in den Kommunen rund um Kopenhagen bis 2030 einen CO2-neutralen öffentlichen Personennahverkehr etablieren will.

Forschungscampus Mobility2Grid: Bus- und Wirtschaftsverkehr

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