4.0-Technologien fördern Weiterbildungsbereitschaft

Mann beim Lernen am Laptop, © Chinnapong - Fotolia
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Eine aktuelle Studie zeigt, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Digitalisierungsgrad eines Unternehmens und der Weiterbildungsquote gibt.

Demnach sind Firmen, die in Sachen Industrie und Wirtschaft 4.0 eine Vorreiterrolle einnehmen, eher bereit, in die Fortbildung ihrer Mitarbeiter zu investieren als andere Arbeitgeber. Das zeigt eine Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), bei der die Projektverantwortlichen Personen aus über 2.000 Betrieben befragt haben. Als Grund hierfür geben die Arbeitsmarktforscher an, dass ein schneller technischer Fortschritt häufig auch neue Qualifikationen beim Personal erfordert.

Aber auch die Wahl der Lehr- und Lernmittel unterscheidet sich. So setzen viele Unternehmen mit einem hohen Digitalisierungsgrad bevorzugt auf E-Learning, wie zum Beispiel Web Based Trainings und Erklärfilme. Die Analyse der Wissenschaftler zeigt, dass computer- und webbasierte Trainingsmodule vor allem auch für kleine und mittlere Firmen viele Vorteile bieten: Mitarbeiter können die virtuellen Seminare zeitlich und örtlich flexibel absolvieren und auch die Kosten sind niedriger als bei einer Präsenzschulung. Neben IT-Kenntnissen stehen bei der Aus- und Weiterbildung inzwischen vor allem auch überfachliche Fähigkeiten im Fokus.

Der Umfrage zufolge nutzen derzeit bereits mehr als die Hälfte der Betriebe in Deutschland 4.0-Technologien. Bei jedem fünften sind sie sogar ein fester Bestandteil des Geschäftskonzeptes. Die meisten davon finden sich im Dienstleistungssektor. Den Grund hierfür sehen der IAB und das ZEW darin, dass neue Software preiswerter und einfacher zu implementieren ist als es beispielsweise bei neuen Maschinen der Fall ist.

IAB-Kurzbericht 26/2018: Betriebe und Arbeitswelt 4.0 – Mit Investitionen in die Digitalisierung steigt auch die Weiterbildung (PDF, 364 KB)

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