Ein Jahr DSGVO

Informationssicherheit
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Seit dem Inkrafttreten der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) haben Datenschützer Geldstrafen in Höhe von rund 485.000 Euro verhängt.

Das geht aus einer Umfrage hervor, die die Zeitung „Welt am Sonntag“ unter den Datenschutzbeauftragten von 15 Bundesländern durchgeführt hat. Insgesamt haben die Beamten bisher mehr als 80 Bußgelder wegen Verstößen gegen das mittlerweile ein Jahr geltende Gesetz verhängt. Die Höhe aller Geldstrafen liegt addiert bei etwa 485.500 Euro, ihre durchschnittliche Höhe bei etwa 6.000 Euro. Die DSGVO sieht vor, dass Unternehmen bei Verfehlungen bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes zahlen müssen.

Die Strafgebühren verteilen sich auf insgesamt sieben Bundesländer: Die meisten Bußgelder gab es in Nordrhein-Westfalen (36 Fälle). In Baden-Württemberg (203.000 Euro) und in Rheinland-Pfalz (124.000 Euro) sind die Strafen zusammengerechnet am höchsten gewesen. Der Befragung zufolge reichen die Geldbußen dabei von wenigen 100 Euro bis zu mehreren 10.000 Euro. Anlass sind unter anderem offen zugängliche Gesundheitsdaten oder unverschlüsselt abgespeicherte Passwörter gewesen.

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung gilt offiziell seit dem 25.Mai 2018. Sie regelt, wie Unternehmen und Institutionen personenbezogene Daten nutzen und weitergegeben dürfen. Dazu zählen Informationen, die ohne Schwierigkeiten einer Person zugewiesen werden können oder eine Identifikation zumindest zulassen.

Bundesländer ziehen Bußgeld-Bilanz (welt.de)


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