Einwanderungsgesetz: Bundesregierung erleichtert Zuzug von Fachpersonal

Pflegekraft
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Damit Unternehmen leichter Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern rekrutieren können, soll ein neuer Gesetzentwurf nun die bürokratischen Hürden senken.

Immer mehr Firmen haben damit zu kämpfen, dass sie offene Stellen nicht besetzen können, da es an geeigneten Kandidaten fehlt. Eine Lösung wäre es, qualifizierte Mitarbeiter aus dem Ausland anzuwerben. Doch Personen aus Ländern außerhalb der EU müssen dafür erst einmal einen langwierigen Prozess durchlaufen. Nicht nur benötigen Sie eine Aufenthaltsgenehmigung inklusive Arbeitserlaubnis, sondern auch die Anerkennung ausländischer Abschlüsse gestaltet sich oft schwierig. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, haben sich die zuständigen Ministerien für Inneres, Arbeit und Wirtschaft daher auf einen Entwurf geeinigt, der solche Verfahren zumindest in Teilen vereinfacht. Demnach darf zukünftig jeder in Deutschland arbeiten, der einen Arbeitsvertrag und eine anerkannte Qualifikation vorweisen kann.

Die rechtlichen Hürden für Akademiker hat der deutsche Gesetzgeber bereits vor einigen Monaten gesenkt – jetzt sollen Arbeitnehmer mit regulärem Berufsabschluss folgen, denn es mangelt nicht nur an IT-Experten und Ingenieuren, sondern beispielsweise auch an Pflegefachkräften oder Berufskraftfahrern. Aus diesem Grund plant die Regierung mittelfristig auch die Berufsanerkennungsverfahren zu reformieren. Darüber hinaus soll die vorgeschriebene Prüfung, ob alternativ eine deutsche Fachkraft für eine offene Stelle infrage kommt, entfallen.

Eine weitere Neuerung ist die sogenannte „Beschäftigungsduldung“. Sie erlaubt es Geflüchteten, deren Abschiebung ausgesetzt ist, für zwei Jahre im Land zu bleiben. Die Voraussetzungen dafür sind, dass sie eine gültige Duldung haben, seit mindestens eineinhalb Jahren in Vollzeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind und über gute Deutschkenntnisse verfügen. Ob der Entwurf so Realität wird, entscheidet sich am 19. Dezember 2018, wenn das Kabinett über das geplante Gesetz abstimmt.

Süddeutsche Zeitung: Fachkräfteeinwanderungsgesetz

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