CEMT-Genehmigungen: Antragsunterlagen für 2018 verfügbar

Lkw vor Tunneleinfahrt, © Mathias Weil - Fotolia
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Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) teilt mit, dass Unternehmen nun ihre Anträge für die CEMT-Genehmigungen für das nächste Jahr stellen können.

Transportunternehmen benötigen eine Genehmigung der „Conférence Européenne des Ministres des Transports“ – kurz CEMT, um Güter im grenzüberschreitenden Verkehr zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Verkehrsministerkonferenz transportieren zu dürfen. Dazu gehören die Länder der Europäischen Union, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz sowie verschiedene ost- und südeuropäische Staaten. Für Österreich, Italien, Griechenland und die Russische Föderation ist die Anzahl der erteilten Genehmigungen begrenzt.

Im Neuerteilungsverfahren können Firmen maximal zehn Jahresgenehmigungen beantragen. Hierzu müssen sie über eine Erlaubnis für den gewerblichen Güterverkehr oder eine Gemeinschaftslizenz verfügen. Auch muss das Unternehmen glaubhaft versichern, dass entsprechende Beförderungen für den kommenden Genehmigungszeitraum geplant sind. Bereits stattgefundene Transporte gilt es zudem nachzuweisen. Für Österreich und die Russische Föderation müssen die eingesetzten Fahrzeuge hierfür mindestens dem Euro-V-Standard entsprechen – für die restlichen Länder ist es EURO IV. Sind nach Abschluss des Jahresverfahrens noch Genehmigungen übrig, vergibt das BAG diese im weiteren Jahresverlauf.

Jede CEMT-Jahresgenehmigung gilt für den Transport zwischen zwei konkret benannten CEMT-Mitgliedländern, sofern nicht für den gesamten Beförderungsweg eine Gemeinschaftslizenz notwendig ist. Damit das BAG die Genehmigung erneut erteilt, muss das Unternehmen zwischen dem 1. September 2016 und dem 31. August 2017 die vorangegangene Erlaubnis ausreichend genutzt haben. Für Österreich, Italien und Griechenland gilt dabei: Der Antragsteller muss im genannten Zeitraum mindestens einmal Güter zwischen einem der drei Länder und einem anderen CEMT-Staat befördert haben, für den die Gemeinschaftslizenz nicht ausgereicht hat.

Für die Russische Föderation gilt zudem, dass das Transportunternehmen nachweisen muss, dass es Beförderungen im Dreiländerverkehr in oder aus diesem Gebiet durchgeführt hat. Hierfür dürfen die Fahrer Deutschland nicht auf verkehrsüblichem Weg durchfahren haben. Auch darf keine Dreiländerverkehrsgenehmigung vorgelegen haben.

Weiterführende Informationen des BAG

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