Weiterbildung von Beschäftigten stärken

Wegweiser zur Weiterbildung © Robert Kneschke, Fotolia
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Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert, dass Politik und Unternehmen die berufliche Weiterbildung von Beschäftigten und Arbeitssuchenden stärker unterstützen.

Als Maßnahmen schlägt der DGB in seinem Positionspapier unter anderem vor, Arbeitssuchenden während der Weiterbildung mehr Unterhaltsgeld zu zahlen. Begründung dafür sei nach Auffassung des DGB, dass sich für Geringverdiener beispielsweise Ein-Euro-Jobs finanziell häufig mehr lohnen würden als Umschulungsmaßnahmen. Darüber hinaus sei es sinnvoll, berufliche Qualifikationen zu fördern, die Kompetenzen der Arbeitnehmer zu erweitern und ihre Anstellung zu sichern.

Den Hintergrund des Papiers bilden aktuelle Arbeitsmarktdaten, aus denen hervorgeht, dass der Anteil der Beschäftigten, die an betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen haben, in den letzten zwei Jahrzehnten stark gestiegen ist. Während im Jahre 2001 nur 18 Prozent aller Beschäftigten eine Fortbildung absolvierten, waren es im Jahre 2016 schon 35 Prozent aller Beschäftigten. Gleichzeitig zeigen verschiedene Erhebungen, dass Beschäftigte, die sich regelmäßig weiterbilden, seltener arbeitssuchend sind. Ohne berufliche Ausbildung liegt das Risiko laut DGB bei knapp 20, mit beruflicher Ausbildung bei nur knapp 5 Prozent.

Obwohl in erster Linie die Unternehmen für die Weiterbildung ihrer Beschäftigten zuständig sind, spielen die Agentur für Arbeit und das Jobcenter eine wichtige Rolle bei der Finanzierung und Vermittlung von Maßnahmen. Zentrale Forderung der DGB ist es, die Kosten für berufliche Weiterqualifikationen gerechter auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu verteilen. Aus Sicht des Gewerkschaftsbundes sollen Beschäftigte neben höheren Zuschüssen auch einen Rechtsanspruch auf Kostenübernahme zu 100 Prozent erhalten, falls ihr Unternehmen insolvent geht.

DGB Position: Weiterbildung von Beschäftigten stärken

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