Pflegenotstand: 13.000 neue Stellen geplant

Pflegerin pflegt Seniorin
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Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz soll bestehende Personalengpässe verringern und die Versorgungsqualität verbessern.

Mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland sind auf Pflege angewiesen, berichtet das Statistische Bundesamt. Auf die hohe Zahl von Pflegebedürftigen kommen jedoch immer weniger qualifizierte Fachkräfte. Um diesem Mangel entgegenzutreten, tritt am 1. Januar 2019 das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz in Kraft.

Der Kern des Gesetzes ist es, 13.000 neue Stellen in der stationären Altenpflege zu schaffen. Einrichtungen mit bis zu 40 Bewohnern haben Anspruch auf eine halbe zusätzliche Stelle, Seniorenheime mit 41 bis 80 hilfebedürftigen Menschen auf eine Stelle. Residenzen mit 81 bis 120 zu Betreuenden bekommen 1,5 und Häuser mit über 120 zwei zusätzliche Stellen. Die gesetzlichen Krankenkassen müssen das zusätzliche Personal finanzieren – ohne Beteiligung der Pflegebedürftigen.

Auch die Arbeitsbedingungen der Fachkräfte sollen sich verbessern: Fördern Einrichtungen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, erhalten sie eine finanzielle Unterstützung. Darüber hinaus sollen Investitionen in den digitalen Wandel das Personal entlasten: Pro Einrichtung stellt der Bund einmalig 12.000 Euro zur Verfügung, um zum Beispiel veraltete Abrechnungs- oder Dokumentationssysteme zu digitalisieren.

Neuregelungen im Jahr 2019 in Gesundheit und Pflege

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