Schlafmangel durch Frühschichten

Schlafmangel durch Frühschichten (© dglimages – Adobe Stock)
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Eine Studie des IFA hat gezeigt, dass Frühschichten unabhängig vom Schlaftypus eines Beschäftigten zu einem Schlafdefizit führen können.

Die negativen Auswirkungen von Schichtarbeit auf den Schlafrhythmus und damit auch auf die Gesundheit wurden bereits häufig untersucht. Im Fokus stand dabei bislang vor allem die Nachtarbeit. Allerdings können auch Frühschichten zu gesundheitlichen Problemen führen und das Unfallrisiko erhöhen. Dies ergab nun eine Nachuntersuchung von meldepflichtigen Arbeitsunfällen durch das Institut für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Selbst bei Frühaufstehern führe ein Arbeitsbeginn zwischen 6.00 und 7.00 Uhr zu einer durchschnittlichen Schlafzeit von sechseinhalb Stunden. Weniger als sieben Stunden Schlaf erhöhten jedoch dauerhaft das Risiko von Arbeits- und Wegeunfällen.

Barbara Hirschwald, Biologin beim IFA, weist deshalb darauf hin, dass der Chronotyp bei der Schichtplanung der Beschäftigten berücksichtigt werden müsse. Der Chronotyp ist der individuelle biologische Rhythmus, der die Leistungsphasen von Menschen bestimmt. Außerdem sollten Schlafstörungen Teil von arbeitsmedizinischen Untersuchen sein. Den Betroffenen selbst wird empfohlen, sich bei Tageslicht an der frischen Luft zu bewegen, um ihren Schlafrhythmus natürlich anzupassen. Dies könne dazu beitragen, dass das Risiko für Schlafdefizite und den damit zusammenhängenden Arbeitsunfällen sinkt.

Pressemitteilung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung

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