Bei Anruf Drohne

Frau bedient Drohne auf Baustelle
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Geht es nach den Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts, steuern Piloten ihre Drohnen in Zukunft über die Sprachkanäle des Mobilfunknetzes.

Drohnen sind eine vielversprechende Zukunftstechnologie. Um die fliegenden Roboter zu lenken und zu orten, nutzt man bisher herkömmliche Funkwellen. Der Nachteil der Technik liegt jedoch auf der Hand: die begrenzte Reichweite. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI in Berlin wollen nun die Sprachkanäle des Handynetzes nutzen, da diese nahezu überall verfügbar und sehr zuverlässig sind.

Erweitert man die Reichweite von Drohnen, sind neue Einsatzszenarien denkbar. Die kleinen Flugroboter könnten leichte Güter, wie zum Beispiel Medikamente, an mobilitätseinschränkte Personen liefern, Brände bekämpfen oder Sicherheitsaufgaben wahrnehmen. Darüber hinaus wäre es möglich, dass sie Menschen bei der Minenräumung unterstützen oder abgelegene Gegenden kartieren. Während die Datenübertragung über das Mobilfunknetz in entlegenen Gegenden oft nicht mehr funktioniert, sind die Sprachkanäle durch das Netz oft noch abgedeckt.

Seit dem 1. Oktober 2017 benötigen Piloten einer Drohne ab zwei Kilogramm Startgewicht einen Führerschein, den sie bei einer zertifizierten Prüfstelle ablegen können. Für die Prüfung sind Kenntnisse in luftrechtlichen Grundlagen, Flugregeln und -physik sowie Meteorologie erforderlich.

Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik

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