Expertenbefragung – junge Geflüchtete in der Berufsausbildung

Auszubildende und Ausbilder, © Monkey Business - Fotolia
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Das Erlernen eines Berufs hilft Menschen mit Fluchthintergrund, sich in Deutschland zu integrieren. Hierzu benötigen sie jedoch vor und während der Ausbildung Hilfe.

Zu diesem Schluss kommt jetzt eine aktuelle Expertenbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zur dualen Ausbildung junger Geflüchteter. Demnach spricht sich die Mehrheit der 660 befragten Berufsbildungsfachleute für eine Reihe gezielter Unterstützungsmaßnahmen aus. Auch sind zwei Drittel der Umfrageteilnehmer der Meinung, dass deutsche benachteiligte Jugendliche bei einer Berufsausbildung ebenfalls von den Ausbildungskonzepten profitieren können. Darüber hinaus hoffen die Bildungsexperten, auf diese Weise die Wertschätzung, die der dualen Ausbildung entgegengebracht wird, wieder zu erhöhen.

Zu den im Einzelnen vorgeschlagenen Maßnahmen gehören unter anderem Konzepte, die gleichzeitig das Sprachverständnis fördern und bei der beruflichen Orientierung helfen. Dabei sollen die individuellen Interessen und Neigungen der Ausbildungsplatzsuchenden im Mittelpunkt stehen und nicht der konkrete Personalbedarf einzelner Branchen. Zudem sehen die Experten es als hilfreich an, wenn die Berufsausbildung zeitlich flexibel gestaltet ist. Hierunter fallen beispielsweise verlängerte Ausbildungszeiten oder auch die Möglichkeit einer Teilzeitberufsausbildung in Kombination mit Sprachkursen. Darüber hinaus schlagen die Bildungsfachleute vor, auch die Betriebe selbst mittels externer Ansprechpartner zu unterstützen.

Die Erhebung bildet die Grundlage für den „BIBB-Expertenmonitor Berufliche Bildung“. Hierbei handelt es sich um eine regelmäßig durchgeführte und onlinegestützte Umfrage zu aktuellen bildungspolitischen Themen. Die diesmal zugrunde gelegten Daten stammen aus dem Zeitraum Mitte Februar bis Mitte März 2017.

BIBB-Expertenmonitor Berufliche Bildung

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