Mittelstand kämpft verstärkt mit Fachkräftemangel

Mittelstaendler vor Wagen
© Andrey Popov

Laut einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (iwd) finden vor allem kleine und mittlere Unternehmen immer schwerer Fachkräfte.

Der Fachkräfteengpass verschärft sich weiter: 2017 haben in Deutschland insgesamt ca. 440.000 qualifizierte Arbeitskräfte gefehlt. Das stellt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor Herausforderungen, da Großunternehmen potentiellen Arbeitnehmern häufig günstigere Arbeitskonditionen bieten können. Besonders viele Stellenangebote gibt es unter anderem in der Pflege, Bauelektrik oder Kältetechnik.

Die Studie zeigt auch, dass KMU freie Stellen im Vergleich zum Jahr 2011 doppelt so schwer besetzen können. Hinzu kommt, dass aktuell in mittelständischen Unternehmen sieben von zehn Vakanzen in Mangelberufen ausgeschrieben sind. Je nach Bundesland unterscheidet sich jedoch die Situation: Während in Baden-Württemberg und Bayern viele Arbeitsplätze unbesetzt bleiben, sind die Engpässe in Nordrhein-Westfalen und Berlin geringer.

Um geeignetes Personal zu finden, empfiehlt das Institut, die betriebliche Ausbildung weiter aufzuwerten und schon Schüler für Ausbildungsberufe zu begeistern. Möglich sei das zum Beispiel durch Praktika, Berufsorientierungen oder Betriebsbesichtigungen. Allerdings sollten Unternehmen auch um neue Zielgruppen, wie zum Beispiel Geflüchtete oder Menschen mit Lernbehinderungen, werben.

KOFA-Studie 2/2018: Fachkräfteengpässe in Unternehmen (PDF 1.8 MB)

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