Geflüchtete Frauen haben einen besonders hohen Qualifizierungsbedarf

Junges Mädchen mit Kopftuch und Ordner, © kanchitdon - Fotolia
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Eine aktuelle Studie des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) analysiert die Situation von Frauen mit Fluchthintergrund in Deutschland.

Hierzu haben die Forscher Daten aus wissenschaftlichen Erhebungen mit denen der Verwaltungsstatistik verknüpft. Im Fokus haben dabei die bereits vorhandenen schulischen und beruflichen Qualifikationen sowie der Zugang zum Arbeitsmarkt gestanden. Dabei sind sie zu dem Schluss gekommen, dass die Frauen besonders motiviert sind, sich in Deutschland zu integrieren, aber aufgrund von „Startnachteilen“ besonderer Unterstützung bedürfen. Demnach haben zwischen 2012 und 2016 mehr als 500.000 Personen weiblichen Geschlechts hierzulande Schutz vor Krieg und Verfolgung gesucht. Sie weisen bei ihrer Ankunft oft geringere Berufs- und Sprachqualifikationen auf als geflüchtete Männer. Gleichzeitig schneiden sie jedoch bei Maßnahmen in Deutschland, wie zum Beispiel den Integrationskursen, gleich gut ab.

Die Kurzanalyse zeigt zudem, dass die Erwerbsbeteiligung bei Frauen mit Fluchthintergrund deutlich geringer ausfällt als bei den Männern. Der Anteil an den geringfügigen Beschäftigungen oder Anstellungen in Teilzeit fällt wiederum – genau wie bei deutschen Frauen – vergleichsweise hoch aus. Da die Bereitschaft einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, extrem hoch ist, gilt es hier, die vorhandenen Defizite mittels entsprechender Aus- und Weiterbildungen auszugleichen, um so eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

BAMF-Kurzanalyse Ausgabe 1/2017 (PDF, 666 KB)

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