Arbeitsschutzunterweisung – so geht´s richtig!

Mehrere Personen in einer Schulung, © master1305 - Fotolia
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Die Unfallkasse Hessen (UKH) erklärt Unternehmen in mehreren aktuellen Publikationen, was sie bei Unterweisungen beachten müssen.

Wichtiger Bestandteil des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes sind die unterschiedlichen Pflichtunterweisungen. Sie sollen Beschäftigte für mögliche Gefahren am Arbeitsplatz sensibilisieren und vermitteln, wie sich Arbeitsunfälle verhindern lassen. Sämtliche Inhalte sollten hierbei zielgruppengerecht und abwechslungsreich aufbereitet sein. Dabei haben Arbeitgeber die Wahl zwischen Präsenzveranstaltungen und digitalen Varianten. Allerdings gibt es einiges, was Firmen bei der Vorbereitung und Durchführung beachten müssen.

Zuerst wäre da die viel gestellte Frage, wann ein Mitarbeiter eigentlich genau unterwiesen werden muss. Hierbei ist zwischen vier verschiedenen Varianten zu unterscheiden. Die erste Schulung hat unmittelbar nach der Neueinstellung zu erfolgen. Auch müssen Unternehmen ihre Angestellten unterweisen lassen, wenn sich Aufgaben oder Arbeitsmittel verändern oder sie neue Technologien einführen. Darüber hinaus gibt es noch die sogenannten Jahresunterweisungen, die in regelmäßigen Abständen zu erfolgen haben. Die benötigten Inhalte ergeben sich hierbei aus der vorausgegangenen Gefährdungsbeurteilung.

Danach gilt es zu entscheiden, ob eine Präsenzveranstaltung oder eine webbasierte Lösung mehr Sinn macht. Handelt es sich um Grundwissen und generelle Informationen, sind Online-Module eine gute Wahl, da der einzelne Mitarbeiter genau die Informationen erhält, die er benötigt und er dabei nicht auf einen festen Ort oder eine bestimmte Zeit festgelegt ist. Bedarf es hingegen einer direkten Einweisung, wie es zum Beispiel bei einer neuen Maschine oder einem neuen Gerät der Fall ist, oder geht es um individuelle arbeitsplatzspezifische Risiken, macht eine klassische Unterweisung direkt im Betrieb mehr Sinn.

In beiden Fällen muss der Arbeitnehmer auf eine ausreichende Dokumentation des Vorgangs achten. Auch benötigt er ein unterschriebenes Teilnehmerzertifikat. Inhaltlich gilt es unbedingt die Vorgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zu erfüllen. Zudem sollten Arbeitgeber Unterweisungen – egal ob in Präsenz oder digital – durch praktische Übungen vor Ort ergänzen.

UKH: Arbeitsschutz: So werden Unterweisungen wirksam

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