Präventionsprogramm für Pflegekräfte

Präventionsprogramm für Pflegekräfte
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Mit dem Projekt „PFLEGEprevent“ will Bayerns Staatsministerium für Gesundheit und Pflege die Präventionsangebote speziell für Pflegekräfte weiter ausbauen.

Pflegefachkräfte sind in ihrem Arbeitsalltag ständig sich ändernden Arbeitsbedingungen und einer immer größeren Arbeitsbelastung ausgesetzt. Sie sind damit physisch und psychisch zunehmend gefordert, was Folgen für die Gesundheit hat. Denn nur wer fit und motiviert ist, kann andere Menschen gut betreuen und pflegen.

Ein mit 100.000 Euro gefördertes Projekt des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege soll nun ein wissenschaftlich evaluiertes Präventionsprogramm speziell für Pflegekräfte entwickeln. Das Projekt „PFLEGEprevent“ der Ludwig-Maximilians-Universität München startete zunächst mit einer Expertenbefragung. Bis Ende Mai 2017 wurden in einer Online-Befragung Arbeitsbelastungen und Bedürfnisse der Pflegekräfte ermittelt. Teilgenommen haben sowohl ambulant als auch stationär tätige Pflegefachkräfte sowie Hilfs- und Assistenzkräfte. Ziel der Befragung war es, eine fundierte Informationsgrundlage zu schaffen, um das neue Präventionsprogramm exakt an den Bedürfnissen des Pflegepersonals auszurichten.

Auf Basis dieser Informationen soll nun ein neu entwickeltes Präventionsprogramm in einer Pilotstudie erstmalig angewandt werden. Dabei können Pflegefachkräfte ab Februar 2018 an einem fünftägigen Präventionsaufenthalt im Bayerischen Staatsbad Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain teilnehmen. Die Teilnehmer erlernen in einem Seminar vielseitige Strategien zum Umgang mit Stress und zur Freisetzung subjektiver Ressourcen und setzen das Gelernte anschließend praktisch um. Elemente des Präventionsprogramms sind u. a. auch Entspannungsverfahren wie z. B. Qigong und Yoga.

Insgesamt 50 Pflegekräfte werden in Bad Reichenhall am Präventionsprogramm teilnehmen. Nach Abschluss der Studie sollen die Ergebnisse veröffentlicht und ein Leitfaden erstellt werden.

PFLEGEprevent – Präventiv der Arbeitsbelastung von Pflegekräften begegnen

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