Qualitätssicherung - aber wie?

Qualitätssicherung - aber wie?

Das System in Deutschland für Luftsicherheitskontrollkräfte, sei es in der Kontrolle für Personal-, Fracht-/Post-, Bordvorräte- oder Flughafenlieferungen, ist historisch gewachsen und sollte überdacht werden.

Ausgebildet werden dürfen nur Personen mit positiver Zuverlässigkeitsüberprüfung und berechtigtem Interesse. D.h. die Schulung darf nur von den Personen besucht werden, die bereits in der Luftsicherheit tätig sind oder zukünftig dort tätig sein sollen. Dienstleistungsunternehmen, die Luftsicherheitskontrollkräfte bei Flughäfen, Luftfahrtunternehmen oder reglementierten Beauftragten und Lieferanten einsetzen oder einsetzen wollen, wählen Bewerber aus und lassen diese dann schulen. Mit der notwendigen Prüfungsanmeldung bei den Behörden wird dann jedoch deutlich, dass das Dienstleistungsunternehmen nicht Bestandteil dieses Konstruktes der Luftsicherheit ist. Die Prüfungsanmeldung wird von den Behörden nämlich nur von Unternehmen angenommen, die in ihrem Zuständigkeitsbereich liegen, also Flughäfen, Luftfahrtunternehmen, reglementierten Beauftragten oder reglementierten Lieferanten. Diese Unternehmen melden also für sie (wahrscheinlich) zukünftig tätig werdende Personen für die Prüfung an. Wenn die Prüfung.

Wenn dann der ehemalige Prüfling als Luftsicherheitskontrollkraft für das Dienstleistungsunternehmen bei dem Auftraggeber wie beispielsweise einem reglementierten Beauftragten tätig wird und dort im Rahmen einer Behördenaufsicht bei mangelhafter Ausführung der Kontrolle "erwischt" wird, bekommt der Auftraggeber, also der reglementierte Beauftragte, die Information über die Rüge, nicht der Arbeitgeber. Ist die Verfehlung sehr groß, verschickt die Behörde an die Luftsicherheitskontrollkraft eine sog. Anhörung, nicht an den Arbeitgeber.

Selbstverständlich können Sie mit dem Auftraggeber vereinbaren, dass der Sie darüber informiert, wenn Ihr Personal an seinem Standort mangelbehaftet tätig wird. Ob Sie jedoch von Ihrem Mitarbeiter/Ihrer Mitarbeiterin über die Anhörung informiert werden, kann sicher auch vertraglich vereinbart werden, ist aber nicht gesichert. Wie aber soll Ihre Qualitätssicherung gewährleistet werden, wenn Sie nicht "voll im Boot" sind?

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