Anlieferdokumentation

Anlieferdokumentation

Das Luftsicherheitsgesetz sieht bei der Anlieferung von Luftfracht vor, dass zum anliefernden Fahrer verschiedene Angaben dokumentiert werden.

So muss die Feststellung der Identität einer Person, die einem reglementierten Beauftragten oder Luftfahrtunternehmen eine Sendung übergibt, nach Ziffer 6.3.2.2. des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 erfolgen. Dies geschieht durch Vorweisen eines Personalausweises oder eines Reisepasses, der von den nationalen Behörden ausgestellt ist.

Die Feststellung der Identität ist von dem reglementierten Beauftragten oder Luftfahrtunternehmen zu dokumentieren. Die Dokumentation muss folgende Angaben enthalten:

  • Name,
  • Nummer des Personalausweises oder des Reisepasses,
  • Geburtsdatum sowie
  • eindeutige Kennung der Sendung, die übergeben wird.

Die Dokumentation ist für Qualitätskontrollmaßnahmen der zuständigen Luftsicherheitsbehörde für die Dauer des Fluges, auf dem die Sendung transportiert wird, mindestens jedoch für 48 Stunden, jederzeit zur Verfügung zu halten und auf Verlangen vorzulegen. Nach Ablauf dieser Frist sind die personenbezogenen Daten zu löschen. Die Löschung der Daten braucht dem Betroffenen nicht mitgeteilt zu werden.

Aufgefallen ist bereits, dass vielen reglementierten Beauftragten die Dauer des Fluges nicht bekannt ist und somit der Forderung zur Löschung der Daten gar nicht nachgekommen werden kann. Dieses Problem ist auch beim Luftfahrt-Bundesamt bekannt. Auch unsere DEKRA Cargo & Security Services GmbH ist ratlos, wie sie das demnächst sinnvoll umsetzen kann. Demnächst deshalb, weil wir derzeit dort nur unsichere Sendungen zur Kontrolle erhalten, aber - wenn Sie das LuftSiG aufmerksam gelesen haben - auch feststellen mussten, dass nicht zwischen sicherer und unsicherer Luftfracht unterschieden wird. Bereits jetzt wurde angekündigt, dass diese Regelung zukünftig für jegliche Luftfracht gelten wird.

Diesen Beitrag teilen: