Viele Geringqualifizierte verzichten auf Fortbildungen

Weiterbildung Geringqualifizierter
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Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass viele Geringqualifizierte aufgrund von unzureichenden Informationsangeboten keine Weiterbildungen absolvieren.

Das hat eine Befragung von 800 Beschäftigten durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergeben. Die Gründe, sich gegen eine Fortbildungsmaßnahme zu entscheiden, sind so verschieden wie vielfältig. Mehr als zwei Drittel (67 Prozent) aller Personen mit niedrigem Bildungsgrad befürchten, dass sie das Lernen nicht mehr gewohnt sind. Zudem bezweifelt über die Hälfte (53 Prozent) der Betroffenen, dass ihnen eine Qualifizierung finanzielle Vorteile verschafft. Darüber hinaus schätzt ein Drittel (33 Prozent) die eigene Praxiserfahrung als ausreichend ein.

Auch der Vergleich von Geringqualifizierten mit Erwerbstätigen mit Abschluss zeigt, dass berufliche Weiterbildung für erstere keineswegs zum Alltag gehört: Nur etwa jeder Fünfte (22 Prozent) hat sich in den letzten sechs Monaten berufsbegleitend fortgebildet. Das steht im Kontrast zu Beschäftigten mit einer Ausbildung (37 Prozent) oder einem Hochschulabschluss (50 Prozent). Die Gründe dafür sind, dass sich viele Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss nicht ausreichend über Angebote informiert fühlen (70 Prozent) oder keine geeigneten Beratungsstellen kennen (26 Prozent).

Um die Hemmnisse der Mitglieder der Belegschaft abzubauen, denen bestimmte Qualifikationen fehlen, empfiehlt die Studie verschiedene Strategien: Ein Weg ist, die Vorteile von Weiterbildungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Jobsicherheit und Aufstiegsmöglichkeiten, klar zu benennen. So können Personalverantwortliche Mitarbeiter direkt ansprechen und sie dann auf die vorhandenen Vorzüge aufmerksam machen. Gleichzeitig benötigen Angestellte allerdings auch einen ausreichenden Freiraum, um an einer Fortbildung teilnehmen zu können, sodass hier vor allem die Arbeitgeber gefragt sind.

Vollständige Ergebnisse der Befragung des IAB

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