Mittelstandsstudie: Fachkräftemangel verschärft sich

Fachkraefte bei der Arbeit
© Gorodenkoff - Adobe Stock

Insgesamt 96 Prozent aller befragten Unternehmen haben angegeben, dass sich die Suche nach geeignetem Fachpersonal zunehmend schwierig gestaltet.

Das ist das Ergebnis einer Befragung, die der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) sowie die DZ Bank durchgeführt haben. Der Fachkräfteengpass hat sich im Vergleich zum Vorjahr noch weiter verschärft: So haben sich im Herbst 2018 nur 79 Prozent aller Betriebe über Probleme bei der Mitarbeiterakquise beklagt. Für die Studie haben die Verantwortlichen rund 1.500 Inhaber und Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen in Deutschland interviewt.

Der Untersuchung zufolge wirken sich die Engpässe auf sämtliche Branchen aus und betreffen Firmen aller Größenordnungen. Neu ist allerdings, dass fast jeder vierte Betrieb hohe Mieten als eine Ursache des Fachkräftemangels sieht. Im Bundesland Bayern sind sogar 40 Prozent aller Mittelständler der Meinung, dass der angespannte Wohnungsmarkt die Anwerbung von Personal erschwert.

Gleichzeitig bemühen sich die Verantwortlichen, die Arbeit für Beschäftigte attraktiver zu gestalten und sie weiter an das Unternehmen zu binden. Acht von zehn Befragten bieten ihrer Belegschaft regelmäßige Qualifizierungsmaßnahmen, während sieben von zehn Teilnehmern eine betriebliche Altersvorsorge geschaffen haben. In jedem vierten Betrieb können die Mitarbeiter zudem im Homeoffice arbeiten.

Nach weiteren Herausforderungen befragt, haben 72 Prozent aller kleiner und mittelständischen Unternehmen angegeben, dass bürokratische Hindernisse ihnen Schwierigkeiten bereiten. Darüber hinaus erwarten 70 Prozent, dass sich der Brexit auf die Geschäftslage auswirken wird. Mehr als die Hälfte der Firmen sorgt sich zudem um die steigenden Lohn- und Gehaltskosten.

Mittelstandsstudie 2019 (PDF)


Informationen und Angebote der DEKRA Akademie


Sie haben weitere Fragen?

Tel.: +49.711.7861-3939
Fax: +49.711.7861-2655
E-Mail: