Bundesrat will Tierschutz bei Transporten verbessern

Bundesrat will Tierschutz bei Transporten verbessern (© Ilan Amith - stock.adobe.com)
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Eine Initiative des Bundesrates verlangt, dass sich die Bundesregierung auf EU-Ebene für strengere Regelungen beim Transport von Tieren in Drittstaaten einsetzt.

Der Tierschutz sollte insbesondere bei Transporten in weit entfernte Drittstaaten eine große Rolle spielen. Wie der Bundesrat meldet, könne aber oft nicht sichergestellt werden, dass Tiere während dem gesamten Transport und auch am Zielort tiergerecht behandelt werden. Am 12. Februar hat der Bundesrat daher beschlossen, dass sich die Bundesregierung auf EU-Ebene für strengere Regelungen einsetzen soll. Falls zu befürchten ist, dass Tierschutzregelungen nicht eingehalten werden, sollen Transporte so zukünftig verboten werden.


Vor der Transportgenehmigung fehlen nötige Informationen

Grundsätzlich dürften Tiertransporte nicht länger als acht Stunden dauern, fordert der Bundesrat. Zudem müssten Tiere während der Beförderung auch vor Hitze und Kälte geschützt werden. Den zuständigen Behörden würden vor einer Transportgenehmigung aber häufig die nötigen Informationen zu Routen, Versorgungsstationen und den Empfängern der Tiere fehlen, so der Bundesrat. Behörden benötigten daher Echtzeit-Zugang zu den Navigationsgeräten der Transportfahrzeuge. Vorab-Kontrollen der Versorgungsstationen und der Zielorte sollen zusätzlich Abhilfe schaffen.


Handelsabkommen mit Drittstaaten als Lösungsansatz

Beim Abschluss von Handelsabkommen soll die Bundesregierung zudem darauf dringen, dass sich Drittstaaten verpflichten, die geltenden internationalen Normen des Gesundheitskodex für Landtiere einzuhalten. Gleichzeitig sollen EU-Organe über solche Abkommen auch Zugang zu Versorgungsstationen erhalten, um diese zu prüfen und gegebenenfalls zu zertifizieren.


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Beschluss des Bundesrates (PDF, 117 KB)

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