Teilhabechancengesetz: neue Möglichkeiten für Langzeitarbeitslose

Junge Frau beim Vorstellungsgespräch, © contrastwerkstatt - Fotolia
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Das Bundesamt für Arbeit und Soziales will mit zwei neuen Förderoptionen Menschen, die bereits mehrere Jahre arbeitslos sind, zum Wiedereinstieg in den Job verhelfen.

Immer mehr Unternehmen haben Schwierigkeiten, die passenden Mitarbeiter zu finden. Um diese Lücke zu schließen, müssen viele Personaler zunehmend auch diejenigen Bewerber mit in ihre Überlegungen einbeziehen, die schon längere Zeit ohne Arbeit sind. Diese bedürfen jedoch häufig einer erheblich längeren Einarbeitungszeit. Damit ein solches Unterfangen trotzdem gelingt, hat die Bundesregierung nun unterstützende Maßnahmen beschlossen. Als Basis hierfür dient das sogenannte Teilhabechancengesetz, das zum 1. Januar 2019 in Kraft tritt. Integriert in das Paket sind zwei neue Förderprogramme.

Das erste davon ist „Teilhabe am Arbeitsmarkt“, das sich an Personen richtet, die über 25 Jahre alt sind , in den letzten sieben Jahren mindestens sechs Jahre Arbeitslosengeld II (ALG II) bezogen haben und in dieser Zeit nicht oder nur kurzzeitig beschäftigt gewesen sind. Bei Schwerbehinderten und Eltern reichen bereits fünf Jahre aus. Vorgesehen ist ein Lohnkostenzuschuss von 100 Prozent zum Tariflohn in den ersten zwei Jahren. Danach wird der Betrag alle zwölf Monate um zehn Prozent gekürzt. Die Maximalförderdauer beträgt fünf Jahre. In dieser Zeit betreut ein Coach Unternehmen und Arbeitnehmer. „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen“ ist wiederum für Bezieher von ALG II gedacht, die seit mindestens zwei Jahren keine Stelle mehr haben. Hier ist für das erste Jahr ein Zuschuss zu den Lohnkosten von 75 Prozent und im zweiten von 50 Prozent vorgesehen. Hinzu kommen ein begleitendes Coaching und Qualifizierungsmaßnahmen.

Unterstützung erhalten das Jobcenter und kommunale Träger dabei unter anderem von der DEKRA Akademie. Die Aus- und Weiterbildungsspezialisten der Expertenorganisation DEKRA helfen bei der Akquise geeigneter Betriebe und der Umsetzung der einzelnen Maßnahmen. Sie aktualisieren die Bewerberdaten, assistieren bei der Auswahl geeigneter Kandidaten, fungieren als Coaches und entwickeln gemeinsam mit allen Beteiligten eine Anschlussperspektive. Dank des großen Erfahrungsschatzes der eingesetzten Trainer lassen sich so vorzeitige Abbrüche verhindern, das Risiko für den Arbeitgeber sinkt und die neuen Mitarbeiter können zeitnah produktiv arbeiten.

Dabei kommt unter anderem die sogenannte PPE-Methode (Personal-Potenzial-Erfassung) zum Einsatz, die auch die persönliche Haltung und emotionale Stabilität der Teilnehmenden berücksichtigt. Ebenfalls zum Portfolio gehört eine Analyse der Stärken und Schwächen der einzelnen Personen. So lässt sich das Coaching individuell anpassen und setzt verstärkt da an, wo es wirklich nötig ist. Die Beratung- und Trainingseinheiten erfolgen sowohl in Einzel- als auch in Gruppensitzungen, sodass auch Soft Skills nicht zu kurz kommen. Die Bandbreite der behandelten Themen reicht beispielsweise von einer neuen Tagesstruktur über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis hin zu Konfliktmanagement oder auch den Werten und Normen im Unternehmen.

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